3. Minisymposium Organspende

Der Arbeitskreis Transplantationsbeauftragte bei der Landesärztekammer BW lädt Sie - gemeinsam mit der Gesellschaft der Transplantationsbeauftragten BW e.V. - herzlich zum 3. Minisymposium Organspende nach Tübingen ein.

Intensivmedizin und Organspende in Deutschland haben sich unter den Stressbedingungen der Corona-Pandemie primär als widerstandsfähig erwiesen; die aktuellste Entwicklung der Organspende jedoch ist alarmierend und bedarf eines bedachten Gegensteuerns. A. Barreiros wird uns die neuesten Empfehlungen zur Organspende bei SARS-CoV2-positiven Spender*innen und internationale Transplantationsergebnisse darstellen.

Die kollektive Erschöpfung im Gesundheitswesen aggraviert den vorbestehenden Pflegemangel mit relevanten Auswirkungen auf die Zahl der betreibbaren Intensivbetten. N. Primc und D. Gruschka werden in ihren Beiträgen beleuchten, wie eine Priorisierung von Intensivbetten - auch für die Organspende - ethisch vertreten werden kann - und wie pragmatische Herangehensweisen z.B. einer Regionalisierung der Organspende jetzt und auch in Zukunft hilfreich sein können.

Die Richtlinie „Spendererkennung“ der Bundesärztekammer beschreibt einen nun schon oft beschworenen Paradigmenwechsel in der intensivmedizinischen Entscheidungsfindung am Lebensende. Flankiert wurde sie von einigen Publikationen zur zielgerichteten Intensivtherapie potentieller Organspender*innen. Doch was wünscht sich eigentlich der Transplantationsmediziner vom Intensivisten? Welche Möglichkeiten der „Organoptimierung“ in situ und ex situ gibt es derzeit bereits und absehbar in nächster Zukunft? W. Sommer und S. Nadalin werden versuchen, hier eine Brücke zu schlagen.

Der Netzwerkgedanke lebt u.a. vom intensiven fachlichen Austausch. Deshalb wollen wir gemeinsam mit Ihnen ganz konkrete Organspendesituationen auf unseren und Ihren Intensivstationen besprechen und voneinander lernen. Bitte bringen Sie für den Speaker‘ s Corner Ihren besonderen „Organspende-Fall“ mit ins Plenum!

Der Vorstand der Landesärztekammer hat unlängst auf Initiative einiger Organspendebeauftragter einen jährlichen Erfahrungsaustausch für Transplantationsbeauftragte ins Leben gerufen, welcher durch den „Arbeitskreis Transplantationsbeauftragte bei der Landesärztekammer“ fachlich unterstützt wird. Erklärtes Ziel ist die Förderung des fachlichen Austauschs durch Fortbildungsveranstaltungen wie dieses Minisymposium, aber auch in ganz konkreten klinischen Situationen. Zudem entsteht derzeit eine Web-Plattform, die die Transplantationsbeauftragten zukünftig mit Informationen unterstützen und als Kommunikationsmedium dienen soll. Doch was wünschen Sie sich eigentlich von einem „AK Transplantationsbeauftragte“ - grundsätzlich und auch ganz konkret?! Wie können wir gemeinsam den Netzwerkgedanken leben und beleben? W. Bettolo und M. Fabian freuen sich auf Ihre Ideen und Anregungen!

Datum: 01.07.2022, 10:00 – 15.30 Uhr

Veranstaltungsort: UK Tübingen, Großer Hörsaal CRONA-Kliniken (Gebäude 400), Ebene 4, Haupteingang, dann geradeaus auf der Magistrale bis zum Hörsaal

Veranstalter: Arbeitskreis Transplantationsbeauftragte bei der LÄK BW & Gesellschaft der Transplantationsbeauftragten BW e.V.

Fortbildungspunkte: Die Veranstaltung ist mit 6 Punkten auf das Fortbildungszertifikat der Landesärztekammer Baden-Württemberg anerkannt.


Anmeldung bis zum 17.06.2022 über das Portal der Landesärztekammer erforderlich:

Bei einer Neuregistrierung im Portal
 
Bei bestehendem Portalzugang: www.aerztekammer-bw.de/portal

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•    Fortbildungsanmeldung/-angebot


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letzte Änderung am 24.05.2022