Landesärztekammer Baden-Württemberg nimmt Stellung zu Falschmeldungen über angebliche Zahlungen an ihre Mitglieder

Keine "Denunziationsgebühr"

Im Internet, in Sozialen Medien etc. kursieren aktuell Behauptungen, die Landesärztekammer Baden-Württemberg zahle impfenden Ärztinnen und Ärzten eine "Denunziationsgebühr für Ungeimpfte" sowie weitere Beträge. Aus gegebenem Anlass nimmt die Landesärztekammer Baden-Württemberg wie folgt Stellung:

Die Behauptung, die Landesärztekammer Baden-Württemberg zahle impfenden Ärztinnen und Ärzten monatlich 12.000 Euro ist falsch und entbehrt jeglicher Grundlage.

Richtig ist, dass die Landesärztekammer Baden-Württemberg die Standesvertretung aller Ärztinnen und Ärzte ist, die im Lande leben und/oder arbeiten. Sie zahlt ihren mehr als 72.000 Pflichtmitgliedern für Impfleistungen keinerlei Honorare oder ähnliches.

Die Landesärztekammer hat vielmehr im Dezember 2020 gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Land Baden-Württemberg (vertreten durch das Ministerium für Soziales und Integration) eine dreiseitige Vereinbarung zur Umsetzung der Impfstrategie des Landes geschlossen. Darin wurde unter anderem auch eine pauschale Stundenvergütung für Ärztinnen und Ärzte vereinbart, die beispielsweise in Impfzentren oder mobilen Impfteams tätig sind.

Die Behauptung, die Landesärztekammer Baden-Württemberg zahle Ärztinnen und Ärzten eine Denuziationsgebühr für Ungeimpfte von 10 Euro ist falsch und entbehrt jeglicher Grundlage.

Richtig ist, dass laut Corona-Impfverordnung des Bundes die Vergütung der Leistungserbringer für eine ausschließliche Impfberatung zum Coronavirus SARS-CoV-2 ohne nachfolgende Schutzimpfung je Anspruchsberechtigten einmalig 10 Euro beträgt. Die Impfberatung kann auch telefonisch oder im Rahmen eines Videosprechstundenkontaktes erfolgen.

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letzte Änderung am 06.04.2022