75.000 Euro Spendengeld für "Ärzte ohne Grenzen" gesammelt

Es ist eine besondere Aktion, die Ärztinnen und Ärzte aus dem Landkreis Ravensburg auf die Beine gestellt haben: Im Frühjahr 2021 begannen sie damit, Spendengeld für „Ärzte ohne Grenzen“ zu sammeln und über die Arbeit der Hilfsorganisation zu informieren. Insgesamt sind 75.000 Euro an Spendengeld zusammengekommen, das die Ärztinnen und Ärzte in Ravensburg nun an Dr. Amy-Neumann-Volmer, die Vorstandsvorsitzende der deutschen Sektion von „Ärzte ohne Grenzen“, übergeben haben.

„Wir sind begeistert und auch stolz, dass wir ohne Unterstützung von außen eine so hohe Spendensumme erreicht haben“, sagte Dr. Hans-Otto Bürger, Vorsitzender der Kreisärzteschaft Ravensburg und Mit-Initiator der Aktion. - In der Tat sammelten zunächst nur die Ravensburger Ärztinnen und Ärzte in regionalen Arztpraxen; im letzten Drittel des Projektzeitraums gaben dann sowohl das baden-württembergische Sozialministerium als auch der Landkreis Ravensburg ihre Zusage, dass auch im regionalen Kreisimpfzentrum in der Oberschwabenhalle informiert und geworben werden durfte. Die beteiligten Ärztinnen und Ärzte verfolgten das Spendenprojekt in Gänze zusätzlich zu ihrem ohnehin fordernden Arbeitsalltag: Denn natürlich waren auch sie in Zeiten der Pandemie in die Patienten- und Gesundheitsversorgung voll eingebunden.

Mit ihrer Spendensammlung wollten die Ravensburger Ärztinnen und Ärzte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass das Gesundheitsniveau in Deutschland trotz aller Pandemie-Herausforderungen weiterhin sehr hoch ist – in anderen Teilen der Welt sieht es dagegen völlig anders aus. Ein beträchtlicher Teil der Weltbevölkerung ist unter anderem wegen schlechter Gesundheitsversorgung und fehlenden Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung besonderen Gesundheitsgefahren ausgesetzt.

Dr. Neumann-Volmer von „Ärzte ohne Grenzen“ drückte bei der Geldübergabe ihren Dank und ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit der Ravensburger Spendensammler aus. Darüber hinaus zeigte sie auf, wie Spenden die Lage der Menschen in Ländern, in denen die Hilfsorganisation aktiv ist, konkret verbessern.

„Ärzte ohne Grenzen“ wurde in Deutschland im Jahr 1993 gegründet und ist eine von 21 Sektionen eines internationalen Hilfsnetzwerks. Die Organisation koordiniert unter anderem internationale Einsätze von Ärztinnen und Ärzten, entsendet medizinisches Personal in Einsatzgebiete und setzt sich dafür ein, dass Menschen in ärmeren Ländern Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen erhalten.

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Foto: Barbara Müller/ MediaPartner Ravensburg

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letzte Änderung am 15.10.2021