Ärzteblatt Baden-Württemberg und Suchtsymposium thematisieren Cannabis-Konsum in Deutschland

Cannabis-Konsum in Deutschland ist ein gleichermaßen komplexes wie brisantes Thema. Welcher Gesundheitsgefährdung setzen sich Konsumenten aus? Welche Folgen ergeben sich insbesondere für Jugendliche? Welche Strategien sind in puncto Aufklärung, Prävention und Behandlung zu beachten – und wie verhält es sich mit Restriktion oder Liberalisierung? Das Suchtsymposium der Landesärztekammer Baden-Württemberg greift in diesem Jahr diese und weitere Fragestellungen auf und wird sich am 17. November eingehend mit dem Cannabis-Konsum in Deutschland beschäftigen. Hochkarätige Referentinnen und Referenten werden im Stuttgarter Hospitalhof medizinische und soziale Aspekte beleuchten, wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema vorstellen, Therapieansätze erörtern und für eine Bewertung der Lage auch ins europäische und außereuropäische Ausland schauen. Geleitet wird das traditionell immer am Buß- und Bettag stattfindende Suchtsymposium von Dr. Paula Hezler Rusch, Präsidentin der Bezirksärztekammer Südbaden und Vorsitzende des Ausschusses „Suchtmedizin“ der Landesärztekammer.

Im Editorial der aktuellen Ausgabe des Ärzteblattes Baden-Württemberg (erscheint bis 15. Oktober, online bereits verfügbar) greift Dr. Hezler Rusch das Thema bereits auf: "Cannabis in Deutschland, quo vadis?" - sinngemäß: wohin wird das führen? / wo geht der Weg hin? - fragt die Kammerpräsidentin im Leitartikel und skizziert anschließend nicht nur medizinische Aspekte des Cannabis-Konsums, sondern auch die wesentlichen und durchaus kontrovers diskutierten Standpunkte in der Debatte um den gesellschaftlichen Umgang damit. "In einer Gesellschaft wie der unsrigen, in der der persönlichen autonomen Entscheidung ein so hoher Stellenwert beigemessen wird wie nie zuvor und in der die Cannabispolitik auf dem Prüfstand steht, gilt es für uns, sowohl die medizinischen wie die psychosozialen Aspekte im Blick zu behalten", schreibt Dr. Hezler-Rusch. Gleichzeitig betont sie die Wichtigkeit, dem Jugendschutz in der Debatte eine zentrale Rolle einzuräumen, um Kinder und Jugendliche bestmöglich aufzuklären und vor Folgeschäden zu bewahren.  

Dass neben der medizinischen und psychosozialen Dimension des Cannabis-Konsums auch eine explizit politische besteht, verdeutlicht die Kammerpräsidentin unter anderem dadurch, dass sie im Artikel auf die beim Suchtsymposium anwesenden Gäste verweist: Der baden-württembergische Sozialminister Manfred Lucha wird ebenso an der Veranstaltung teilnehmen wie die gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktionen. Es gilt laut Dr. Hezler-Rusch, das Thema Cannabis-Konsum und die begleitende Debatte zu verbreitern - dies alles auf dem Fundament des aktuellen Stands unseres medizinischen Wissens.

Hier geht es zur aktuellen Ausgabe des Ärzteblattes Baden-Württemberg.

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letzte Änderung am 13.10.2021