Kammerpräsident Dr. Miller gibt Video-Impuls zum Thema Digitalisierung

In einem persönlichen Schreiben hat sich Landesärztekammer-Präsident Dr. Wolfgang Miller an Innenminister Thomas Strobl gewandt, der auch für Digitalisierung zuständig ist: Dr. Miller wies in seinem Brief darauf hin, dass eine Vielzahl an Aufgaben zu bewältigen sei, um die Potenziale der Digitalisierung des Gesundheitswesens in Baden-Württemberg vollends ausschöpfen zu können. Vor diesem Hintergrund warb der Kammerpräsident um Unterstützung: „Ich bitte Sie im Namen der baden-württembergischen Ärzteschaft, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, damit wir Hand in Hand eine erfolgreiche und nachhaltige digitale Unterstützung der ärztlichen Versorgung zuwege bringen.“

Anlässlich einer virtuellen Veranstaltung des Wirtschaftsministeriums zur digitalen Infrastruktur wandte sich Dr. Miller dann auch per Videostatement an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Er sprach dabei einmal mehr über die Bedeutung und den aktuellen Stand der Digitalisierung innerhalb der Ärzteschaft. „Wir sind im Land vorn mit dabei in der Digitalisierung“, betonte der Kammerpräsident. So habe die Landesärztekammer bundesweit als erste die Fernbehandlung ermöglicht – dies sei „heute nicht mehr wegzudenken aus der Versorgung, gerade in Zeiten der Pandemie erleben wir das jeden Tag“, sagte der Kammerpräsident.  

Im Rahmen von Pilotprojekten würden inzwischen Arztbriefe, Rezepte und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen digital versandt, mancher Hausbesuch werde nun durch einen Videochat ersetzt, Spezialisten der einen Klinik könnten online bei Behandlungen in anderen Kliniken mithelfen. Die Entwicklung digitaler Gesundheitsanwendungen und Künstlicher Intelligenz würde erst ganz am Anfang stehen, hiesige Universitäten und Unternehmen seien hierbei mit großem Engagement eingebunden. Die Landesärztekammer leiste darüber hinaus kontinuierlich ihren Beitrag, Ärztinnen und Ärzte unter anderem im Rahmen der Facharztweiterbildung und durch Fortbildungsangebote in das Thema Digitalisierung einzubinden.

Dr. Miller betonte aber auch das zwingende Vorhandensein der richtigen Grundlagen, auf denen erfolgreiche Digitalisierung aufbaut: „Alles steht und fällt mit schnellem Internet und Mobilfunkabdeckung. Jeder erlebt noch täglich seine persönlichen Funklöcher – hier ist noch viel zu tun.“

Mit dem Statement richtete sich der Kammerpräsident an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Anfang November stattfindenden virtuellen Auftaktveranstaltung zur Informations- und Kommunikationsinitiative „Mobilfunk und 5G“ des baden-württembergischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. Die Initiative soll unter anderem die Debatten um den Ausbau des Mobilfunknetzes und 5G versachlichen, den Ausbau beschleunigen, Bürger informieren sowie kommunale Entscheidungsträger vor Ort unterstützen.

Das Videostatement ist hier abrufbar.

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letzte Änderung am 05.11.2020