Abweichung von der Approbationsordnung für Ärzte bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite

Die Weltgesundheitsorganisation hat am 30. Januar 2020 den Ausbruch des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Auch in Deutschland breitet sich das Virus aus und es erkranken immer mehr Menschen an COVID-19.

Der Deutsche Bundestag hat daher mit dem Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite mit Inkrafttreten des § 5 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes am 28. März 2020 die epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt.

Die zunehmende Ausbreitung des Virus hat auch Auswirkungen auf den Ablauf des Medizinstudiums. Viele Universitäten haben bereits den Lehrbetrieb zunächst bis zum 20. April 2020 eingestellt. Auch der für Mitte April 2020 angedachte Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung wird voraussichtlich nicht planmäßig in allen Ländern durchgeführt werden können.

Um das Fachpersonal in den Kliniken und Praxen bei der Bekämpfung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite zu unterstützen, können auch die Medizinstudierenden schon im Rahmen ihres Studiums in der Gesundheitsversorgung mitwirken. Sie leisten so schon vor dem eigentlichen Start in das Berufsleben als Ärztin oder Arzt einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Epidemie. Um dies angemessen zu würdigen, ist es von zentraler Bedeutung, dass ihnen dabei so wenige Nachteile wie möglich im Studienfortschritt entstehen.

Informationen des Bundesgesundheitsministeriums

Das Landesprüfungsamt für Medizin und Pharmazie, Approbationswesen im Regierungspräsidium Stuttgart hat aktuelle Informationen des Landesprüfungsamtes aufgrund der Verordnung zur Abweichung von der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite veröffentlicht.

Diesen Informationen ist unter anderem zu entnehmen, dass der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung im Frühjahr 2020 in Baden-Württemberg nicht durchgeführt wird. Außerdem soll der Dritte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung an den fünf Medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg in den Monaten Mai und Juni mit Besonderheiten gemäß der Verordnung zur Abweichung von der Approbationsordnung für Ärzte bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite durchgeführt werden.  Das Landesprüfungsamt befindet sich hierzu in Gesprächen mit den Medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg.

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letzte Änderung am 03.04.2020