Schulschließungen und sogenannte "kritische Infrastruktur"

Ein Schreiben des Kultusministeriums Baden-Württemberg informiert Sie über Maßnahmen, mit denen die Einrichtung einer Notfallbetreuung für Schülerinnen und Schüler angekündigt wird, um in den Bereichen der kritischen Infrastruktur die Arbeitsfähigkeit der Erziehungsberechtigten, die sich andernfalls um ihre Kinder kümmern müssten, aufrecht zu erhalten.


Informationen zur Notfallbetreuung

Für welche Schüler und Kitakinder wird ein Betreuungsangeboteingerichtet?
Eine Notfallbetreuung an den Schulen und Kindertageseinrichtungen wird für Schüle-rinnen und Schüleran Grundschulen und der Klassenstufen 5 und 6 an weiterfüh-renden Schulen und denentsprechenden Förderschulensowie für Kindergartenkin-der eingerichtet,deren Eltern bzw. Erziehungsberechtigte im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeiten. (Besonderheiten für SBBZ noch zu regeln)

Zur kritischen Infrastrukturzählen insbesondere die Gesundheitsversorgung (medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten), die Aufrechterhaltungder öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr(Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz), die Sicherstellungderöffentlichen Infrastruktur (Telekommunikation, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung)sowie die Lebensmittelbranche.

Grundvoraussetzung ist dabei, dass beide Erziehungsberechtigteder Schülerinnen und Schüler, im Fall von Alleinerziehenden deroder die Alleinerziehende, in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind.

Wie viele Stunden täglich umfasst die Notfallbetreuung?
Die Notfallbetreuung an den Schulen erstreckt sich auf den Zeitraumdes Schulbe-triebs sowie einer ggf. ergänzenden Nachmittagsbetreuung Die Einteilung der Kinder und des beaufsichtigendenPersonals obliegt der Schulleitung. Die Gemeinden werden gebeten, zusammen mit den Trägern der Kindertageseinrichtungendie Notfallbetreuung für Kitakinder und Kinder der Kindertagespflegenach gleichen Grundsätzen vor Ort zu gewährleisten.

Wer organisiert vor Ort die Notfallbetreuung?
Die Einteilung der Kinder und des beaufsichtigenden Personals obliegt der Schulleitung. Dabei ist zu beachten, dass Lehrkräfte, die über 60 Jahre alt sind oder relevante Vorerkrankungen haben, sowie schwangere Lehrkräfte nicht eingesetzt werden.

Können auch die Großeltern die Betreuung während der Zeit der Schul-und Kitaschließung übernehmen?
Nein, Großeltern sollten die Betreuung ihrer Enkelkinder in der jetzigen Situation nicht übernehmen, da ältere Personen nach allen vorliegenden Erkenntnissen eine besonders gefährdete Personengruppe darstellen.

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letzte Änderung am 16.03.2020