Fortbildung gegenüber KVBW nachweisen und Vergütungsabschlag vermeiden

Frist für Fortbildungszertifikat endet!

Am 30. Juni 2019 endet für viele Ärztinnen und Ärzte die gesetzlich vorgeschriebene Nachweisfrist der Fortbildung mit Vorlage des Fortbildungszertifikates der Landesärztekammer bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW). Von dieser Regelung betroffen sind zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassene Ärzte (Vertragsärzte), ermächtigte Ärzte sowie angestellte Ärzte eines medizinischen Versorgungszentrums, eines Vertragsarztes oder einer Einrichtung nach §105, Absatz 1 Satz 2, Absatz 5 oder nach § 119b SGB V.

Betroffene Ärztinnen und Ärzte wurden in den letzten Wochen und Monaten von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und im Ärzteblatt Baden-Württemberg wiederholt an den Fristablauf erinnert. Dennoch haben noch immer zirka 2.500 Ärztinnen und Ärzte nicht reagiert.

Bei den betroffenen Ärztinnen und Ärzten muss das Ärztekammer-Fortbildungszertifikat zum Stichtag 30. Juni 2019 bei der Kassenärztlichen Vereinigung vorliegen. Ausnahmen sind nicht möglich.

Ein Fristversäumnis zieht Vergütungsabschläge nach sich!

Um eine rechtzeitige Ausstellung des Fortbildungszertifikates zu gewährleisten, sollten Ärztinnen und Ärzte dringend folgende Hinweise beachten:

Überprüfen Sie, ob Sie genügend Fortbildungspunkte erworben haben,
sammeln Sie notfalls noch Punkte (bspw. über Online-Fortbildungen).

Sofern möglich, stellen Sie unbedingt JETZT Ihren Antrag bei der Landesärztekammer,
nutzen Sie dazu Ihr persönliches online-Fortbildungskonto, und
stimmen Sie der automatischen Übermittlung des Zertifikates an die KVBW zu.

Die Landesärztekammer tut alles dafür, die Anträge ihrer Mitglieder rechtzeitig abschließend zu bearbeiten; sie hat hierfür vielfältige organisatorische Maßnahmen ergriffen. Dennoch kann sie trotz allen Engagements nicht gewährleisten, dass bei nicht rechtzeitig gestellten Anträgen das Zertifikat fristgerecht bei der KVBW eingeht. Nach den gesetzlichen Regelungen sind die Ärztinnen und der Ärzte selbst verantwortlich, den Stichtag der KVBW einzuhalten.  

Bitte beantragen Sie daher Ihr Fortbildungszertifikat schnellstens bei der Landesärztekammer, damit Sie die Frist der Kassenärztlichen Vereinigung einhalten können.

Im Vergleich zu den vorherigen Antragsspitzen bei der Nachweisfrist, muss in diesem Jahr das Zertifikat zum 30. Juni 2019 bei der Kassenärztlichen Vereinigung vorliegen. Andernfalls müssen von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg Honorarkürzungen verhängt werden. Aufgrund der Antragsflut ist mit deutlich längeren Bearbeitungszeiten zu rechnen, weshalb eine frühzeitige Antragsstellung zwingend notwendig ist.

Wird das Ärztekammer-Fortbildungszertifikat bereits vor Ende der Nachweisfrist gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung ausgestellt, so hat dies keinen Einfluss auf Ihren nächsten 5-Jahreszeitraum. Die Nachweiszeiträume bleiben bei der Kassenärztlichen Vereinigung immer gleich und ändern sich nicht mit der Ausstellung des Zertifikats.

Ärztinnen und Ärzte haben daher keinerlei Nachteil, wenn das Ärztekammer-Fortbildungszertifikat vor dem Ende ihrer aktuellen Nachweisfrist ausgestellt wird. Ihr Vorteil in diesem Fall ist, dass sie bereits ab Ausstellung des Zertifikats wieder Punkte für das nächste Fortbildungszertifikat sammeln können. Hierbei muss lediglich beachtet werden, dass diese zum Zeitpunkt der nächsten Beantragung nicht älter sein dürfen als 5 Jahre.

Umfassende Informationen rund um das Fortbildungszertifikat sind hier zu finden; zudem beantwortet die
Hotline, (07 11) 7 69 89-833, weitergehende Fragen.

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letzte Änderung am 06.05.2019