Videosprechstunde

Aktuell erfährt die Videosprechstunde zunehmend an Beachtung, weil sie zumindest eine risikofreie Ersteinschätzung ermöglicht. Dabei können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte schon seit 2017 eine Videosprechstunde bei Bestandspatienten über die gesetzliche Krankenkasse abrechnen. Für Psychotherapeuten ist dieses seit Oktober 2019 möglich.

Normalerweise darf die Videosprechstunde nur 20% der Behandlungsfälle und 20% der Menge der Leistungen ausmachen und es gibt Abschläge, wenn kein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt noch im gleichen Quartal stattfindet.

Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus und das Bestreben, den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt möglichst auf Notfälle zu beschränken, haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband die Begrenzungsregelungen für die Videosprechstunde aufgehoben.


Viele Videodienstanbieter sind durch die KBV zertifiziert, was notwendig ist, weil Ärztinnen und Ärzte, sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten Leistungen im Rahmen der Videosprechstunde erst dann abrechnen können, wenn sie ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zuvor angezeigt haben einen zertifizierten Dienstanbieter zu nutzen.

Seit letztem Jahr sind Videofallkonferenzen zwischen Ärztinnen und Ärzten und Pflegekräften des Pflegeheimes möglich. Seit 1. Oktober sind Videofallkonferenzen auch mit Pflegekräften von Pflegebedürftigen möglich, die in der Häuslichkeit oder in beschützenden Einrichtungen versorgt werden. Nähere Auskünfte zur Umsetzung der Videosprechstunde befinden sich auf der Internetseite der KBV.

Eine Übersicht mit weiteren Angaben zu den, von der KBV zertifizierten, Videodienstanbietern finden Sie hier. Beachten Sie bitte, alle Angabe sind ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständig- und Vollzähligkeit.

Die Bundesärztekammer hat für Ärztinnen und Ärzte eine Handreichung als Wegweiser für die Durchführung von Videosprechstunden in Ihren Praxen erstellt. Diese Handreichung gibt einen kompakten und verständlichen Überblick über organisatorische, technische und rechtliche Aspekte der Fernbehandlung. Weiterführende Informationen, etwa zum Ablauf der Videosprechstunde, zu den technischen Voraussetzungen oder zur Vergütung, sind darin ebenfalls enthalten.

Hier steht die Handreichung zum Download bereit.

letzte Änderung am 07.10.2020

corona

Aktuelle Informationen für Ärztinnen und Ärzte zum Corona-Virus. Mehr Infos.

Für unser Team suchen wir weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Hier finden Sie aktuelle Stellenangebote der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der vier Bezirksärztekammern.

Für suchtkranke Ärztinnen und Ärzte: Interventionsprogramm

Die Verkehrsmedizin widmet sich Erkrankungen und Behinderungen, die zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen. Auch Medikamente und Drogen können die Verkehrstauglichkeit mindern.

Hier finden Sie verkehrsmedizinisch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte.