Elektronischer Medikationsplan (eMP)

Der eMP soll zu einer Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit beitragen. Ärzte, Zahnärzte und Apotheker sind berechtigt Medikationsdaten im E-Medikationsplan direkt auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) zu speichern - sofern der Patient in die Speicherung einwilligt und der Patient mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig einnimmt. Da der eMP auf der eGK gespeichert ist, steht er offline zur Verfügung. Geschützt wird der eMP durch einen PIN. Sobald die Anwendung verfügbar ist, müssen die Krankenkassen der Pflicht nachkommen ihren Versicherten einen persönlichen PIN zum Schutz der eGK zukommen zu lassen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll der eMP mit Einwilligung des Patienten zusätzlich auch in der ePA gespeichert werden, sodass er auch online verfügbar ist. Nur Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Apotheker und deren Mitarbeiter dürfen den E-Medikationsplan lesen.

Inhalte des eMP

  • Patientenstammdaten (Name, Adresse und Geburtsdatum)
  • Alle Arzneimittel, die der Patient einnimmt
  • Medikationsrelevanten Daten, wie Allergien und Unverträglichkeiten
  • Angaben zur Medikation

Angaben zur Medikation

  • d.h. alle Arzneimittel die ein Patient einnimmt und Informationen zu ihrer Anwendung
  • vom Arzt oder Zahnarzt verordnete Medikamente
  • Rezeptfrei erworbene Medikamente (Selbstmedikation)
  • Zusätzlich Arzneimittel die nicht mehr angewendet werden

Ziele und Nutzen

Der E-Medikationsplan ist z.B. nützlich, wenn

  • neue Arzneimittel verordnet werden
  • Informationen für die Ausstellung eines Wiederholungsrezepts benötigt werden
  • die Anwendung eines Arzneimittels ausgesetzt wird
  • die Einnahme mehrerer Arzneimittel aufeinander abgestimmt werden muss bzw. wenn bei der Arzneimitteltherapie Allergien oder Unverträglichkeiten zu beachten sind
  • Nebenwirkungen auftreten



Weitere Informationen zur freiwilligen Anwendung des elektronischen Medikationsplans sind auf der Webseite der gematik veröffentlicht.

letzte Änderung am 31.07.2020

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