elektronische Patientenakte

Die elektronische Patientenakte - kurz: ePA - muss ab dem 1. Januar 2021 von den gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten angeboten werden.

Mit Hilfe der ePA können ab 2021 gesundheitsbezogene Daten zwischen dem Patienten und den Leistungsträgern ausgetauscht werden. Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Diese Anwendung soll geeignet sein „Daten über Befunde, Diagnosen, Therapiemaßnahmen, Behandlungsberichte sowie Impfungen für eine fall- und einrichtungsübergreifende Dokumentation über die Versicherten sowie durch von Versicherten selbst oder für sie zur Verfügung gestellten Daten" aufzunehmen (§ 291 a Abs. 3, Satz 1, Nr. 4 SGB V/GMG).

Die ePA dient allerdings nicht nur zur Information für gesetzlich Versicherte, sondern - nach Patienteneinwilligung - auch den Leistungsträgern (Ärzten, Therapeuten etc.). Darüber hinaus soll die ePA den Austausch der Dokumente zwischen verschiedenen Ärzten, Apothekern, Kliniken und dem Patienten erleichtern und unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden. Als Informationsquelle kann sie so also die Patientenversorgung verbessern und hält den Patienten alle persönlichen Gesundheitsinformationen jederzeit bereit. Der gematik zufolge ist die ePA - als Akte für Patienten - eine „Sekundärquelle“ für die Leistungsträger. In dieser Funktion kann sie die Rolle der Patienten stärken und gleichzeitig eine bessere Personalisierung der Behandlung durch Ärzte und Therapeuten ermöglichen.

Die stufenweise Einführung der ePA verspricht einen bedeutenden Schritt in der deutschen Gesundheitsversorgung. Das Bundesministerium für Gesundheit kündigt dabei ein Höchstmaß an Schutz an: "Die verschiedenen elektronischen Patientenakten der Krankenkassen müssen festgelegte Sicherheitsvorgaben erfüllen, sonst bekommen sie keine Zulassung".

Das Verfügbarmachen von sektorenübergreifend behandlunsgrelevanten Dokumenten, sprich die "Erstbefüllung der ePA", soll den Ärztinnen und Ärzten gemäß dem Gesetzentwurf mit 10 Euro honoriert werden. Hinzukommen sollen 8,79 Euro für den Eintrag der Notfalldaten in die Akte.

Weitere Informationen sowie ein Erklärvideo zur elektronischen Patientenakte sind auf der Webseite der gematik veröffentlicht.

letzte Änderung am 25.06.2020

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