Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)

Ursprünglich war vorgesehen, dass im ersten Schritt ab dem 01. Januar 2021 alle Praxen gesetzlich verpflichtet sind, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ihrer Patienten elektronisch an die Krankenkassen zu übermitteln. Nun haben sich die KBV und der GKV-Spitzenverband unter Zustimmung des Bundesministeriums aber auf eine Übergangsregelung geeinigt. Diese besagt, dass sich das Verfahren der Ausstellung einer AU erst ab dem 01.10.2021 ändert. Auch dann erhält der Versicherte nach wie vor eine AU als Papierausdruck, die er an seinen Arbeitgeber weiterreicht. Die Zuleitung der AU an die Krankenkasse übernimmt dann aber nicht mehr der Versicherte selbst, sondern der ausstellende Arzt. Er übermittelt über die Telematikinfrastruktur die elektronische AU (eAU), die mit Hilfe des eArztausweises signiert wird, an die zuständige Krankenkasse. Die Übermittlung findet mittels dem Kommunikationsdienst im Medizinwesen (KIM) statt. Dieses neue Verfahren gilt auch für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, die im Zuge des Entlassmanagements durch stationär tätige Ärztinnen und Ärzte ausgestellt werden.

In einem zweiten Schritt entfällt die Vorlagepflicht der AU in Papierform des Arbeitnehmers: Ab dem 01.01.2022 ist der Arbeitnehmer nicht mehr dazu verpflichtet, seine AU in Papierform beim Arbeitgeber vorzulegen. Der Arbeitgeber ruft ab 2022 die elektronische AU direkt bei der zuständigen Krankenkasse ab. Für Beweisführungszwecke bekommt der Arbeitnehmer dennoch einen "Gelben Schein" in Papierform. Die Anzeigepflicht des Arbeitnehmers, sich unverzüglich beim Arbeitgeber krank zu melden, bleibt jedoch weiterhin unverändert. Diese Änderungen gelten zunächst nur für gesetzlich Krankenversicherte.

Zum Thema elektrische AU-Bescheinigung und wie sie funktioniert hat die KBV auf ihrer Infoseite ein gelungenes Erklärvideo zur Verfügung gestellt.



letzte Änderung am 18.06.2021

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