Gegen die Kommerzialisierung und Ökonomisierung im Gesundheitswesens

Die Vertreterversammlung sieht in der zunehmenden Kommerzialisierung eine Bedrohung unserer medizinischen Entscheidungsfreiheit. Sie fordert den Vorstand der Landesärztekammer auf, sich auf politischer Ebene gegen die zunehmende Beeinflussung des medizinischen Handels durch Kommerzialisierung und Ökonomisierung im Gesundheitswesen einzusetzen.

Begründung:

Die Arbeit der Ärzt*innen und Mitarbeiter*innen in Kliniken und Praxen leidet sehr, weil immer mehr ökonomische Interessen im System berücksichtigt werden sollen.

Dies äußert sich in einer zunehmend immer knapper werdenden Personaldecke und Zeitdruck.
Diese Entwicklung birgt die Gefahr, dass wir unsere Arbeit bereits jetzt nicht mehr angemessen und sinnvoll ausüben können. Auch sehen wir die ärztliche Freiberuflichkeit in Gefahr, wenn Kommerzialisierung und Ökonomisierung im Gesundheitssystem immer einen größeren Stellenwert einnehmen und dadurch medizinische Maßnahmen ungebührlich beeinflusst werden.

Die Beziehung zwischen Arzt und Patient darf nicht von gewinnorientierten ökonomischen Interessen bestimmt werden.

Die Ärztekammern muss sich aus dem eigenen Anspruch heraus und als Hüter der Berufsordnung dieser Entwicklung entgegenstellen. Hier muss der Schulterschluss mit den Akteuren im Gesundheitswesen gesucht werden, um Antworten auf diese gefährliche Entwicklung zu finden.

letzte Änderung am 28.11.2019

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