Stilllegung des AKW Fessenheim

Der Vorstand der Landesärztekammer Baden-Württemberg wird aufgefordert, auf Landes- und Bundesebene entschieden für die sofortige Stilllegung des AKW Fessenheim einzutreten und die Ausarbeitung angemessener Katastrophenschutzpläne in Zusammenarbeit mit der Bezirksärztekammer Südbaden und der Landesärztekammer Baden-Württemberg zu verlangen.

Begründung:

  1. Trotz wiederholter Versprechungen der Politik wurde die Stilllegung des AKW Fessenheim aktuell wieder weiter in die Zukunft verschoben.
  2. Es bestehen gravierende Mängel (z. B. fehlende Notkühlung, fehlende Erdbebensicherheit, ungenügend geschützte Brenn-Elemente-Becken, Fehlen eines vorschriftsgemäßen Dampfgenerators), die ein hohes Risiko für einen Störfall der Stufe INES 7 darstellen (major accident der International and Radiological Event Scale) mit ausgeprägter und langfristiger Bedrohung der Gesundheit der Bevölkerung.
  3. Die anstehende Zehnjahresinspektion wird aktuell nicht durchgeführt, da die zu erwartenden Auflagen nicht erfüllt werden können und keine weiteren Investitionen mehr getätigt werden sollen.
  4. Die Katastrophenschutzpläne des Regierungspräsidiums Freiburg umfassen nur die ersten Stunden bis Tage nach einem Störfall INES 7. Es gibt kein klares Konzept für den langfristigen Umgang mit kontaminierten Regionen. Auch die vorgesehene Einbindung ärztlicher Kolleginnen und Kollegen ist weder klar konzeptualisiert noch klar kommuniziert.
  5. Ärzte können zwar bei einem Störfall INES 7 zur Linderung von Symptomen eingesetzt werden, der Bevölkerung werden sie nicht grundsätzlich helfen können. 
  6. Die einzige grundsätzliche Abhilfe stellt präventiv die baldigst mögliche Abschaltung des AKW Fessenheim dar.
  7. Solange dies nicht geschehen ist, müssen sinnvolle Katastrophenschutzpläne unter Einbezug der Ärztekammern erarbeitet, kommuniziert und eingeübt werden, um das, was sinnvoll und möglich ist, im Notfall durchführen zu können.

letzte Änderung am 26.11.2018

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