Zwei-Faktor-Authentifizierung geplant

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg beabsichtigt die Einführung der Zwei-Faktor-Authentifizerung für den Login auf www.aerztekammer-bw.de bzw. für den Zugriff auf das Dashboard. 

Die Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung wird bald möglich sein. Sobald die Einrichtung möglich ist, werden Sie eine Meldung im Login-Dialog sehen. 

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28. Januar 2026

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Traumatisierte Geflüchtete

Neuer Versorgungsbericht war Thema bei Diskussionsveranstaltung

Symbolbild: Teilnehmer diskutieren vor Publikum bei einer Podiumsdiskussion© Adobe Stock / kasto

Die medizinisch-therapeutische Unterstützung für traumatisierte Geflüchtete in Baden-Württemberg ist defizitär. – Diese zentrale These des jüngst erschienenen „Vierten Versorgungsberichts zur Situation traumatisierter Geflüchteter“ hat für ein großes mediales Echo gesorgt. Viele Medien berichteten und sorgten auf diese Weise für entsprechende öffentliche Wahrnehmung. Und auch in der Politik findet der Versorgungsbericht, den die Landesärztekammer zusammen mit der Landestherapeutenkammer Baden-Württemberg herausgegeben hat, Gehör.

„Pflöcke einschlagen" für nachhaltige Verbesserungen

Anfang März sind in Baden-Württemberg Landtagswahlen; die richtige Zeit also, um den Dialog mit Politik und Öffentlichkeit zu vertiefen und „Pflöcke einzuschlagen“ für eine nachhaltige Verbesserung der Versorgungssituation. Dr. Robin Maitra, der Menschenrechtsbeauftragte der Landesärztekammer Baden-Württemberg, nahm daher an der Diskussionsveranstaltung „Zwischen Trauma und Therapie – die Zukunft der landesweiten psychosozialen Versorgung von Geflüchteten“ in Stuttgart teil. In seinem Vortrag stellte Dr. Maitra den neuen Versorgungsbericht ausführlich vor, benannte die im Bericht angesprochenen Versorgungsdefizite und stellte heraus, was sich ändern muss (z. B. Abbau von gesetzlichen und bürokratischen Einschränkungen, die einen adäquaten Zugang zur Gesundheitsversorgung versperren, zentrale Thesen des Versorgungsberichts sind hier abrufbar).

Angesprochen wurden auch die Herausforderungen, denen die neun Psychosozialen Zentren (PSZ) im Südwesten gegenüberstehen. Diese Anlaufstellen außerhalb der Regelversorgung sind auf die multilinguale, traumasensible psychosoziale Versorgung von Geflüchteten spezialisiert; die Finanzierung der PSZ ist aber trotz vielfältiger Bemühungen weiterhin ohne langfristige und verlässliche Stabilität und ist mit hohen bürokratischen Hürden und geringer Planungssicherheit vergesellschaftet. – Die Landesarbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren in Baden-Württemberg (LAG Flucht und Trauma) war es auch, die die Diskussionsveranstaltung organisiert hatte, denn die PSZ waren an der Entstehung des Versorgungsberichts zentral mit beteiligt.

Wie sieht die Zukunft der landesweiten Versorgung aus?

Zu Wort kamen auch Vertreter von im baden-württembergischen Landtag präsenten Fraktionen. Gemeinsam wurde diskutiert, wie die Zukunft der landesweiten Versorgung vor dem Hintergrund der Verschärfungen im EU-Asylrecht aussehen kann – und muss.

Die Landesärztekammer wird ihr Engagement in Sachen Menschenrechte/Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle Menschen fortsetzen. Die Resonanz auf den veröffentlichten Bericht zeigt, dass sie auf dem richtigen Weg ist.