Weiterbildungsbefugnis WBO 2020

Ärztinnen und Ärzte, die in verantwortlicher Leitung die Weiterbildung an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte durchführen, müssen von der Ärztekammer hierfür befugt sein.

Seit 1. Juli 2020 ist in Baden-Württemberg eine neue Weiterbildungsordnung in Kraft getreten. Für eine dreijährige Übergangszeit (bis zum 30. Juni 2023) ist es möglich, dass Ärztinnen und Ärzte, die eine Weiterbildungsbefugnis nach der „alten“ Weiterbildungsordnung (WBO 2006) besitzen, auch nach der neuen Weiterbildungsordnung weiterbilden können. Für Ärztinnen und Ärzte, die eine Weiterbildungsbefugnis nach WBO 2020 bereits jetzt anstreben, steht ab sofort im Portal der Landesärztekammer Baden-Württemberg ein elektronisches Antragsverfahren zur Verfügung.

Ablauf des online gestützten Antragsverfahrens zur Erteilung einer Weiterbildungsbefugnis

1. Schritt "Vorabauskunft"

Um für die antragstellende Person einen zutreffenden Formularsatz zusammenstellen zu können, wird der/diejenige gebeten einen aus 10 Punkten bestehenden Fragekatalog zu beantworten.

Beim Ausfüllen der Vorabauskunft werden die Daten und Angaben, die im Rahmen des Befugnisverfahrens relevant sind, bereits gespeichert und in die weiteren Formulare, die im Folgenden zu bearbeiten sind, vorübernommen. Die Vorabauskunft ermöglicht es der Ärztekammer einerseits bereits zu Beginn des Antragsverfahrens grundlegende Voraussetzungen für die Befugniserteilung wie z. B. die Frage, ob die Person die Anerkennung in der er/sie weiterbilden möchte, überhaupt besitzt, zu klären. Die Vorabauskunft wird von der zuständigen Bezirksärztekammer so rasch als möglich bearbeitet. Entweder wird die Kammer Kontakt mit dem Absender aufnehmen, um offene Punkte oder Unklarheiten noch zu klären oder die antragstellende Person erhält eine Email mit links zu den online ausfüllbaren Dokumenten: Mantelbogen und Erhebungsbogen.

2. Schritt

Mit dem Mantelbogen erhebt die Kammer von der antragstellenden Person die Eckdaten zu Person und Struktur der Weiterbildungsstätte, die als Voraussetzungen für die  Erteilung einer Weiterbildungsbefugnis gegeben sein müssen.
Im fachspezifischen Erhebungsbogen werden dann konkret - bezogen auf das jeweilige Gebiet/Schwerpunkt oder Zusatzbezeichnung - z. B. die personelle Ausstattung, die Leistungsstatistik und die vorliegenden Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Weiterbildungsstätte erfragt und erhoben.

Weiterer Verfahrensgang

Auf der Grundlage der in den  Erhebungsbögen gelieferten Angaben und weiterer zusammen mit den ausgefüllten Formularen einzureichenden Unterlagen (z. B. Weiterbildungscurriculum, Leistungsstatistiken) prüft die Kammer unter Beteiligung von Fachvertretern in welchem zeitlichen und inhaltlichen Umfang die beantragte Weiterbildungsbefugnis erteilt werden kann. Dieses Verfahren nimmt einige Zeit in Anspruch. Falls Informationen nachgefordert oder Angaben plausibilisiert werden müssen, können Rückfragen von Seiten der Kammer notwendig werden. Am Ende des Prüfprozesses steht die Entscheidung der Bezirksärztekammer, die in einem schriftlichen Befugnisbescheid festgehalten wird.

letzte Änderung am 18.01.2021

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