Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg führt die Zwei-Faktor-Authentifizerung für den Login auf www.aerztekammer-bw.de bzw. für den Zugriff auf das Dashboard ein. 

Falls Sie Ihre Zwei-Faktor-Authentifizierung noch nicht aktiviert haben, empfehlen wir Ihnen dies möglichst zeitnah vorzunehmen. Die Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist ab April verpflichtend. 

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26. März 2026

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Massive Gesundheitsgefahren

Warnung vor Vapes mit synthetischen Opioiden

Symbolbild Vape / Inhalation einer e-Zigarette© Adobe Stock / and.one

Auf Grundlage einer Mitteilung des Bayerischen Landeskriminalamtes warnen die Suchtexperten der Landesärztekammer Baden-Württemberg: Innerhalb eines Zeitraums von weniger als einem Monat wurden in Bayern (in den Regionen Oberbayern und Oberpfalz) zwei Todesfälle und ein Fall mit zwei Intoxikationen, davon eine mit lebensbedrohlichen Folgen, bekannt. Sie stehen im Zusammenhang mit dem Konsum von sogenannten Vapes (Vaporizer, E-Zigaretten), die den polizeilichen Ermittlungen nach unter anderem mit dem synthetischen Opioid Etodezitramid versetzt waren. Sowohl die beiden Verstorbenen als auch die beiden Vergiftungsfälle hatten das synthetische Opioid zusammen mit anderen psychoaktiven Stoffen gemischt und über eine Vape konsumiert. Einer der Konsumenten musste reanimiert werden.

Das Bayerische Landeskriminalamt und auch die Landesärztekammer Baden-Württemberg warnen eindringlich vor dem Konsum von derartigen rauschgiftartigen Chemikalien – insbesondere synthetischen Opioiden sowie deren Aufnahme mittels Vapes. Beiden Institutionen ist es gleichermaßen wichtig, die breite Öffentlichkeit diesbezüglich zu sensibilisieren und auf mit dem Konsum verbundene Gefahren aufmerksam zu machen. Es gibt bei diesen Chemikalien noch keine gesicherten Erkenntnisse, in welcher Konzentration welche Wirkung erzeugt wird. Bereits geringe Überdosierungen können zu schweren gesundheitlichen Folgen bis zum Tod führen.

Als „Forschungs-Chemikalien“ angeboten

Das Landeskriminalamt hält weitere Hintergrundinformationen bereit: Bei Etodezitramid handelt es sich um ein synthetisches Opioid aus der Gruppe der sogenannten Orphine. Diese gelten als potenzielle Nachfolger der Nitazene innerhalb des Marktes für neue synthetische Opioide und werden häufig, aus China kommend, als sogenannte „Forschungs-Chemikalien“ (Research Chemicals) angeboten, die vorgeblich in der Forschung, analytischen Laboren beziehungsweise der Industrie Verwendung fänden. 

Diese synthetischen Opioide zeichnen sich durch eine den Fentanylen und Nitazenen ähnlich hohe Potenz aus und stellen deshalb ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Konsumenten dar. Bei gleichzeitigem Konsum anderweitiger dämpfender Stoffe, wie zum Beispiel Benzodiazepinen, GBL, Alkohol oder generell anderen psychoaktiven Stoffen, sind die Wechselwirkungen unter anderem aufgrund der erhöhten Gefahr einer Atemdepression unkalkulierbar.