Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg führt die Zwei-Faktor-Authentifizerung für den Login auf www.aerztekammer-bw.de bzw. für den Zugriff auf das Dashboard ein. 

Falls Sie Ihre Zwei-Faktor-Authentifizierung noch nicht aktiviert haben, empfehlen wir Ihnen dies möglichst zeitnah vorzunehmen. Die Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist ab April verpflichtend. 

© Adobe Stock / SB Creative

11. Februar 2026

|
Weiterbildung

Verbundweiterbildung Allgemeinmedizin im Kreis Reutlingen

Gruppenfoto: Teilnehmer der Gründungsveranstaltung "neue Verbundweiterbildung in Reutlingen"© Kreiskliniken ReutlingenDie Teilnehmenden der Gründungsveranstaltung unterzeichneten eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

Die Bezirksärztekammer Südwürttemberg, die Kreiskliniken Reutlingen, die Kreisärzteschaft Reutlingen mit den niedergelassenen Praxen, die Gemeinnützige Gesellschaft für Psychiatrie Reutlingen sowie der Landkreis Reutlingen haben eine Kooperationsvereinbarung zur Verbundweiterbildung Allgemeinmedizin unterzeichnet. Ziel ist es, Ärztinnen und Ärzten auf dem Weg zum Facharzttitel Allgemeinmedizin eine strukturierte, sektorenübergreifende, koordinierte und wohnortnahe Weiterbildung in der Region zu ermöglichen – und damit die hausärztliche Versorgung im Kreis langfristig zu stärken.

Die Facharztweiterbildung Allgemeinmedizin dauert insgesamt 60 Monate (fünf Jahre). Im Verbund werden die einzelnen Stationen – Klinik und Praxis – aufeinander abgestimmt, damit Ärztinnen und Ärzte ihre Abschnitte möglichst nahtlos planen und absolvieren können. Kernpunkte der Weiterbildung (gemäß Weiterbildungsordnung) sind zwölf Monate Innere Medizin in der stationären Akutversorgung, 24 Monate Allgemeinmedizin in der ambulanten hausärztlichen Versorgung sowie weitere 24 Monate in Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (mindestens sechs Monate davon außerhalb von Innerer Medizin und Allgemeinmedizin).

Der „Reutlinger Weg“

Im Kreis Reutlingen wird dieses Konzept als „Reutlinger Weg“ umgesetzt: Ärztinnen und Ärzte können dabei die Krankenhausphase ihrer Weiterbildung in den Kreiskliniken Reutlingen (inkl. PP.rt) absolvieren und wechseln anschließend in regionale Praxen für die ambulante Phase – mit dem Ziel, möglichst viele Medizinerinnen und Mediziner dauerhaft für die Region zu gewinnen.

Dr. Sophia Blankenhorn, die Präsidentin der Bezirksärztekammer Südwürttemberg, betonte bei der „Gründungsveranstaltung“: Der Reutlinger Weg sei ein starkes Beispiel dafür, wie sektorenübergreifende Weiterbildung gelingen kann. „Klinik und Praxis arbeiten eng zusammen und geben Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung klare Strukturen, verlässliche Abläufe und eine hochwertige Begleitung. Das stärkt die Allgemeinmedizin und kommt am Ende direkt der Versorgung der Menschen in der Region zugute“, so Dr. Blankenhorn.

Möglichst nahtloser Übergang

Dr. Günther Fuhrer, Vorsitzender der Kreisärzteschaft Reutlingen, ergänzte: „Für junge Kolleginnen und Kollegen ist Planbarkeit entscheidend. Der Verbund sorgt dafür, dass der Übergang von der Klinik in die Praxis gut vorbereitet und möglichst nahtlos gelingt – und dass Praxen im Kreis frühzeitig mit dem Nachwuchs in Kontakt kommen.“

Der Verbund bietet eine umfassende Weiterbildung mit vielen Fachrichtungen. Damit die Weiterbildung aber nicht nur fachlich, sondern auch organisatorisch „aus einem Guss“ ist, haben die Verbundpartner klare Zuständigkeiten vereinbart.

Zudem werden die Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung zusätzlich unter anderem durch Seminare und Mentoren begleitet. Auch spezielle Schulungen für diejenigen, die weiterbilden, sind vorgesehen.

Der Landkreis Reutlingen hat auf seiner Website ebenfalls viele Informationen zum neuen Verbund aufbereitet.