Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg führt die Zwei-Faktor-Authentifizerung für den Login auf www.aerztekammer-bw.de bzw. für den Zugriff auf das Dashboard ein. 

Falls Sie Ihre Zwei-Faktor-Authentifizierung noch nicht aktiviert haben, empfehlen wir Ihnen dies möglichst zeitnah vorzunehmen. Die Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist voraussichtlich im Laufe des April 2026 verpflichtend. Den genauen Termin geben wir noch bekannt.

© Adobe Stock / SB Creative

16. April 2026

|
Sonderveranstaltung

Podiumsdiskussion: Zuständigkeit für die Seel-Sorge

Teilnehmende der Veranstaltung "Zuständigkeit für die Seel-Sorge"© Bezirksärztekammer SüdbadenExpertinnen und Experten im Gespräch mit Dr. Paula Hezler-Rusch, Präsidentin der Bezirksärztekammer Südbaden (Mitte)

Seele und Psyche im Horizont des Menschseins: Medizin und kirchliche Seelsorge verfolgen auf unterschiedliche Weise ein ähnliches Ziel, nämlich den Menschen in seiner gesamten Existenz zu erfassen und ihm beizustehen. Während die Medizin zunehmend die Wechselwirkungen zwischen Körper, Psyche und sozialem Umfeld erforscht, öffnet die kirchliche Sichtweise den Horizont für Aspekte des Menschseins, die sich wissenschaftlicher Erfassung entziehen.

Mit den Diskutanten – Erzbischof Stephan Burger, Prof. Dr. Heike Springhart (Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Baden), Prof. Dr. Katharina Domschke (Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsklinik Freiburg) und Prof. Dr. Claas Lahmann (Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg) – war das Podium zum Thema „Zuständigkeit für die Seel-Sorge“ am Mittwoch, den 15. April 2026, im Haus der Ärzte in Freiburg prominent besetzt.

Zahlreiche Teilnehmende

Eingangs begrüßte Dr. Paula Hezler-Rusch, Präsidentin der Bezirksärztekammer Südbaden, die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort im Haus der Ärzte in Freiburg, aber auch die zahlreichen Zuhörer im Livestream (zugegen war auch Dr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg), und führte in das Thema ein. Sie betonte, dass gerade in der Medizin die Reflexion eines gesamtheitlichen Menschenbildes und der bedingungslosen Würde des Menschen Raum finden und Abbildung in der ärztlichen Fort- und Weiterbildung erfahren müsse. Dies sei auch die Motivation der Kammer für die Auseinandersetzung mit dem Thema Seelsorge.

Es wurde deutlich, dass sich trotz der sehr unterschiedlichen Ausgangspunkte allen Diskutanten der holistische Blick auf den Menschen und die Einheit aus Leib und Seele, Körper und Psyche, zentral für eine Sorge an der Seele und für den Menschen ist. Medizinische Behandlung und seelsorgliche Begleitung schlössen sich nicht aus, sondern seien vielmehr komplementäre Disziplinen. Eher noch überschnitten sich die Ansätze der seelsorglichen Arbeit und der psychotherapeutischen Behandlung auf vielfältige Weise. Der Mensch müsse adressiert werden, und zwar nicht rein medizinisch.

Viel Raum für komplexe Themen

Auch die Frage, unter welchen Umständen ein Leben wertvoll und lebenswert bleibt, fand Raum in der Diskussion – ebenso wie die Haltung der Diskutantinnen und Diskutanten zu Sterbewünschen und begleitetem Suizid.

Zudem, so war man sich einig, sei eine grundsätzliche Akzeptanz der menschlichen Verletzlichkeit und das Aushalten von Ungewissheit zentrale Aufgabe in der medizinisch-therapeutischen sowie der kirchlichen Seelsorge.

Mit „Zuständigkeit für die Seel-Sorge“ bot sich dem Zuhörer eine inhaltlich sehr umfassende und besondere Veranstaltung der Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung Südbaden.