28. November 2022

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Integration

Orientierungshilfen für Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland

Interkulturelle Woche_Quelle: Adobe Stock / lembergvectorBildnachweis: Adobe Stock / lembergvector

Für Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland, die im „Ländle“ eine neue – auch berufliche – Heimat suchen, ergeben sich gerade am Anfang zahlreiche Fragen. Zudem sind – vor allem im beruflichen Kontext - viele standesrechtliche und gesetzliche Regelungen zu beachten.

Die ärztliche Standesvertretung in Baden-Württemberg hat die Integration dieser ausländischen Ärztinnen und Ärzte auf allen Ebenen im Fokus. Neben rein formalen Vorgängen (beispielsweise Überprüfung von Dokumenten etc.) stehen Hilfe und Orientierung im Vordergrund.

Jüngst hat die Vertreterversammlung (VV) der Landesärztekammer Baden-Württemberg – und damit das Ärzteparlament im Südwesten – wieder bekräftigt, dass die berufliche Integration von Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland einen sehr hohen Stellenwert für die Ärztinnen und Ärzte hat. Mit ihrer Resolution „Angebot für Integrationshilfen für ausländische Ärztinnen und Ärzte“ verdeutlichten die Delegierten, dass die ärztliche Selbstverwaltung einen möglichst reibungslosen Berufsstart in Baden-Württemberg ermöglichen will.

Doch wie können Integrations- und Orientierungshilfen nun ganz konkret aussehen? Auch hier geht die ärztliche Selbstverwaltung mit gutem und vor allem greifbarem Beispiel voran. So hatte beispielsweise die Ärzteschaft Karlsruhe im September dieses Jahres eine Fortbildungsveranstaltung organisiert, die sich besonders an Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland richtete und als Hybrid-Veranstaltung Möglichkeiten zur Präsenz- und Onlineteilnahme ließ. Die einzelnen Veranstaltungsblöcke informierten unter anderem über die Strukturen des Gesundheitssystems und der ärztlichen Selbstverwaltung, über Möglichkeiten des Zurechtfindens und über Unterstützungsangebote. Konkret referierten die Referentinnen und Referenten beispielsweise über die Rahmenbedingungen der ärztlichen Berufserlaubnis, über die Aufgaben der ärztlichen Selbstverwaltung, über die Organisation der deutschen Krankenhauslandschaft und über die Themen „Niederlassung“, „Notdienststrukturen“ und „Weiterbildung“. Das Referentenfeld war hochkarätig besetzt. Nach den verschiedenen Veranstaltungsblöcken hatten die in Präsenz anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen sowie einzelne Themenaspekte in Form von kleineren Gesprächsrunden zu intensivieren.

Ein Ziel der Fortbildung war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Inhalte nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch vor Augen zu führen. Dies sollte gerade ausländische Kolleginnen und Kollegen dazu befähigen, auf Gelerntes zurückzugreifen und sich besser im ärztlichen Alltag zurechtzufinden. Die Fortbildung fand dementsprechend großen Anklang und ist Beleg dafür, dass die Südwest-Ärzteschaft dieses wichtige Thema im Fokus hat – und weiter haben wird.