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Wer sich für die kommenden Kammerwahlen als Wahlbewerber aufstellen lässt und ein Amt übernimmt, lernt die Gremienarbeit der ärztlichen Selbstverwaltung kennen, stärkt Netzwerke und ist aktiv an der Weiterentwicklung des ärztlichen Stands beteiligt.

11. Februar 2026

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Neue Wege gegen Hausärztemangel

Neuer Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin im Landkreis Ravensburg

Mitglieder Weiterbildungsverbund Ravensburg© Landkreis Ravensburg

Im Februar haben Vertreterinnen und Vertreter von Kliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen den Kooperationsvertrag des Weiterbildungsverbunds Allgemeinmedizin im Landkreis Ravensburg unterzeichnet, um dem Hausärztemangel entgegenzuwirken. Die Kooperationspartnerschaft ermöglichen jungen Medizinerinnen und Medizinern ab sofort eine strukturierte, verlässliche und qualitativ hochwertige allgemeinmedizinische Weiterbildung, die alle Stationen auf dem Weg zur eigenen Hausarztpraxis abdeckt.

Durch abgestimmte Weiterbildungsabschnitte und feste Kooperationen soll die hausärztliche Versorgung im Landkreis Ravensburg langfristig gestärkt werden. Dr. Sophia Blankenhorn, Präsidentin der Bezirksärztekammer Südwürttemberg, Julia Hoffmann von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg sowie Prof. Anne Barzel vom Kompetenzzentrum Weiterbildung der Universität Ulm sprachen von einer Weiterbildung „aus einem Guss“. Die enge Verzahnung von Klinik und Praxis schaffe ideale Voraussetzungen für eine moderne und praxisnahe Ausbildung. Um das Format abzurunden, ist der Verbund an das Kompetenzzentrum Weiterbildung Baden-Württemberg angebunden, wo begleitende Seminare stattfinden, die die Weiterbildung fachlich und strukturell unterstützen.

Dass Weiterbildungsverbünde wirken, belegen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung: Rund 84 Prozent der Ärztinnen und Ärzte, die ihre Weiterbildung in einem Verbund absolvieren, bleiben ihrer Region treu und lassen sich im Umkreis von 25 Kilometern nieder. „Das hilft auch uns niedergelassenen Ärzten“, freute sich Dr. Wolfgang von Hänisch, der Vorsitzende der Kreisärzteschaft. „Mit der Unterstützung der Koordinierungsstelle Hausärztliche Versorgung, die beim Amt für Gesundheit und stationärem Wohnen angesiedelt ist, können auch wir Praxen besser planen und es entsteht ein wertvolles Netzwerk.“ Der Verbund steht auch weiteren ärztlichen Praxen zur Teilnahme offen.

Und was sagen angehende Fachärztinnen und -ärzte? - „Für mich ist die Planungssicherheit absolut entscheidend. Die festen Strukturen und klar abgestimmten Ausbildungsabschnitte ermöglichen mir, mich ganz auf die fachliche Weiterbildung zu konzentrieren. Man muss Strukturen wie diese aufbauen, um für Fachkräfte attraktiv zu sein,“ war Laura Geray überzeugt, selbst Ärztin in Weiterbildung im Landkreis Ravensburg.