10. Juli 2026

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Im Gespräch

Interview: Berufsordnung im Fokus

Landesärztekammer-Präsident Dr. Wolfgang Miller© Landesärztekammer Baden-WürttembergKammerpräsident Dr. Wolfgang Miller

Die Berufsordnung legt die „Spielregeln und Leitplanken“ ärztlichen Wirkens fest. Damit ist sie aus dem Berufsalltag der Ärztinnen und Ärzte nicht wegzudenken. Im Mai hatte der 130. Deutsche Ärztetag die Muster-Berufsordnung (MBO) novelliert und wichtige Änderungen auf den Weg gebracht. „Angepackt“ wurden unter anderem die Bereiche „Niederlassung“, „Patientenakten“ sowie ethische Aspekte der Berufsausübung.

Dr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, ist auch Co-Vorsitzender des Ausschusses „Berufsordnung“ der Bundesärztekammer – und damit Experte für viele damit zusammenhängende Fragen. Er stand kürzlich dem „Deutschen Ärzteblatt“ zum Thema Rede und Antwort und erläuterte unter anderem grundlegend, warum die ärztliche Berufsordnung überhaupt aktualisiert werden muss. Es gehe unter anderem darum, neuen Versorgungsformen, der fortschreitenden Digitalisierung und einer veränderten Patientenerwartung im ärztlichen Handeln gerecht zu werden, betonte Dr. Miller im Interview. Eine moderne Berufsordnung müsse geltende Realitäten widerspiegeln und „up to date“ bleiben, ohne zentrale ärztliche Werte wie Therapiefreiheit, Patientenschutz und Verantwortung aufzugeben.

Der Kammerpräsident gab auch einen Einblick in die Prozesse selbst, die bei Änderungen der Berufsordnung in den entsprechenden Gremien eine Rolle spielen, und kommentierte einige der konkret auf den Weg gebrachten Aktualisierungen. So sei es etwa beim Punkt „Telemedizin“ darum gegangen, einen vernünftigen und verlässlichen Rahmen für damit verbundene Fragen der digitalen Kommunikation, der Erbringung telemedizinischer Leistungen und des Zustandekommens hybrider Versorgungsmodelle zu finden – ohne dass persönliche ärztliche Verantwortung verloren gehe.

Hier geht es zum Interview mit dem „Deutschen Ärzteblatt“.