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04. August 2026

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Veranstaltungen

Hitzeschutz im Stadt- und Landschaftsbild mitbedenken

Dr Robin Maitra diskutiert bei einer Veranstaltung über Baukultur und Gesundheitsschutz© Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW/HBewersdorfDr. Robin Maitra (Mitte), der Klimaschutzbeauftragte der Landesärztekammer, im Gespräch

Die zunehmenden Starkregen-, Hochwasser- und Hitzeereignisse der vergangenen Jahre haben eindrücklich vor Augen geführt, wie eng die Wechselwirkungen zwischen gebauter Umwelt, Landschaft, Wasser und Stadtgrün sind. Wie müssen Stadt- und Landschaftsräume also ausgestaltet und angepasst werden, damit sie Hochwasser und Hitze standhalten und dennoch attraktiv und lebenswert bleiben? Unter anderem diese Frage stand im Zentrum der Veranstaltung „Baukultur am Abend / Neue Stadtlandschaften“ auf der Landesgartenschau in Ellwangen. Das Ziel: durch interdisziplinären Austausch die Menschen mit Baukultur in Kontakt bringen und gleichzeitig für Gesundheitsbelange sensibilisieren. – Und bei ihnen das Bewusstsein dafür schärfen, wie das eigene örtliche Lebensumfeld zur Gesundheitsförderung beitragen kann.  

Auch die Landesärztekammer Baden-Württemberg zeigte Präsenz: Konkret nahm Dr. Robin Maitra, der Klimaschutzbeauftragte der Kammer, an der Podiumsdiskussion teil und brachte die ärztliche Perspektive ein. So erfuhren die Zuhörenden unter anderem vom Zusammenhang zwischen Klimawandel und Gesundheit und von den Folgen von Hitze auf den menschlichen Körper. Auch nahm Dr. Maitra Stellung zu nötigen (baulichen, organisatorischen, …) Schutzkonzepten und -plänen seitens der Kommunen, um die Bevölkerung so sicher wie möglich durch Hitzewellen zu bringen. Die Sichtweisen von Architekten, Biologen, Landschaftspflegern und Stadtplanern flossen ebenfalls in die Diskussion ein und machten den Austausch auf diese Weise differenziert und ausgewogen. Organisiert hatte den Abend das baden-württembergische Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen.

Für die Ärztekammer ist die Teilnahme an Veranstaltungen wie dieser ein wichtiger Baustein im Engagement gegen den Klimawandel. Dass sie Gesundheitsförderung schon lange auch bei städtebaulichen und stadtplanerischen Aspekten „mitdenkt“, belegt eine eigens mit der baden-württembergischen Architektenkammer auf den Weg gebrachte Handreichung. Das Dokument zeigt detailliert auf, wie effektiver Hitzeschutz beim Planen und Bauen mitberücksichtigt werden kann. Denn bauliche Lösungsansätze gegen Hitzewellen werden nach Ansicht beider Kammern noch zu selten mit einbezogen.