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13. April 2026

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Neue gesundheitspolitische Impulse erwartet

Dr. Miller: Ärzteschaft will mit neuer Regierung konstruktiv zusammenarbeiten

Landesärztekammer-Präsident Dr. W. Miller im Interview© Landesärztekammer Baden-WürttembergDr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, im Interview

Baden-Württemberg wartet nach der Landtagswahl auf eine neue Landesregierung – und damit auch auf eine neue Gesundheitsministerin beziehungsweise einen neuen Gesundheitsminister in der Nachfolge von Manne Lucha (der nicht mehr zur Wahl angetreten war).

Die Südwest-Ärzteschaft bekräftigt, auch mit der neuen Führung im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration konstruktiv und vertrauensvoll zusammenarbeiten zu wollen: Gemeinsam gelte es, neue gesundheitspolitische Impulse zu setzen und die Versorgung nach vorn zu bringen. „Die Ärztekammer steht bereit zur Unterstützung, wo immer sie etwas beitragen kann“, betont Dr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, im Interview mit dem Ärzteblatt Baden-Württemberg (ÄBW; erscheint am 15. April).

Austausch über Gesundheitsthemen konsequent fortsetzen

Der Kammerpräsident geht davon aus, dass der enge Austausch über Gesundheitsthemen konsequent fortgesetzt wird und man bei gesundheitspolitischen Weichenstellungen weiterhin auf die Expertise der Ärzteschaft setzt. Das Gesprächsangebot seitens der Ärzteschaft stehe jedenfalls. „Wir haben Erfahrung und Kompetenz in Fragen der gesundheitlichen Versorgung und stehen für eine sehr hochwertige Medizin“, so Dr. Miller. Gemeinsam könne man bekannte Probleme und neue Herausforderungen meistern.

Im Interview skizziert der Kammerpräsident einige dieser aktuellen „gesundheitspolitischen Baustellen“ – und zeigt damit auf, wo sich die neue Landesregierung ganz besonders auf allen Ebenen einsetzen sollte, um die Lage zu ändern. So müsse beispielsweise die bisher kaum vorhandene Patientensteuerung verbessert werden. Überfüllte Notaufnahmen in den Kliniken, Ärztehopping und mangelnde Information über bereits durchgeführte Untersuchungen sorgten vielerorts für Unzufriedenheit bei Patienten und bei der Ärzteschaft. Daneben brauche es eine Stärkung der Gesundheitskompetenz in der breiten Bevölkerung. Die Menschen im Land müssten die eigene gesundheitliche Situation selbst besser einschätzen und sorgsamer mit ihr umgehen können. Und sie sollten wissen, wie sie in Notfällen oder bei weniger schlimmen Erkrankungen „selbst die ersten Schritte gehen“, um den aktuell so angespannten Gesundheitssektor zu entlasten.

Krisenresilienz des Gesundheitssektors

Hinsichtlich der Krisenresilienz des Gesundheitssektors gibt es nach den Worten des Kammerpräsidenten ebenfalls noch viel zu tun: „Im sogenannten Bündnis- oder Verteidigungsfall, der hoffentlich nie eintritt, müsste mit einer sehr großen Anzahl von Erkrankten und Verletzten gerechnet werden. Das ist schon in der Diskussion über mögliche Vorbereitungen eine Herausforderung für Land, Kreise und Gemeinden genauso wie für Ärztinnen und Ärzte“, erläutert Dr. Miller. Hinzu kämen weitere komplexe Fragen nach dem Schutz der kritischen Infrastruktur und nach der konkreten Ausgestaltung der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Und auch der Regelbetrieb müsse in einer Krise weiterlaufen.

Im Interview nennt Dr. Miller einige Maßnahmen der Ärztekammer, die den Gesundheitssektor „innerhalb und außerhalb des Krisenmodus“ stabilisieren und die Patientenversorgung am Laufen halten. Zugute komme der Kammer dabei der über die Jahre aufgebaute „direkte Draht“ zu Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung. Dies betreffe nicht nur den hochsensiblen Punkt „Krisenresilienz“, bei dem die Ärzteschaft schon in konkrete Planungen auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene eingebunden ist. Darüber hinaus arbeite man auch bei grundsätzlichen Themen und Fragestellungen – unter anderem zur Fachkräftegewinnung, zur Digitalisierung der Medizin und zur Krankenhausplanung – eng zusammen. Verantwortliche auf allen Seiten hätten sich über die Jahre kennengelernt. „Das schafft Vertrauen – und dafür bin ich dankbar“, betont der Kammerpräsident gegenüber dem ÄBW.  

Die aktuelle ÄBW-Ausgabe mit dem gesamten Interview kann online bereits eingesehen werden.