Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg appelliert an die Bundesregierung, einer weiteren Zulassung von Glyphosat auf EU-Ebene im Herbst dieses Jahres nicht zuzustimmen, da trotz einer „positiven“ Bewertung durch die ECHA die Zweifel an der gesundheitsschädigenden Wirkung des Herbizids nicht ausgeräumt sind.  

Begründung:

Die Zulassung für Glyphosat war zum 30.6. 2016 ausgelaufen. Die EU-Kommission hatte sie um 18 Monate verlängert, obwohl der weitere Einsatz des Herbizids unter den Mitgliedsstaaten umstritten war (Deutschland hatte sich der Stimme enthalten).

Die daraufhin von der EU-Kommission bei der ECHA in Helsinki in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, Glyphosat sei nicht als krebserregend, mutagen oder organtoxisch einzustufen; bewiesen sei eine schädigende Wirkung auf „Augen und Haut“ sowie eine Giftigkeit für Tiere und Pflanzen in Gewässern.

Diese Beurteilung steht im Gegensatz zu den Ergebnissen der IARC, der WHO aus dem Jahre 2015, die Glyphosat als krebserregend einstufte sowie einer Studie der Deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuAB) vom Mai 2016, die eine mögliche organschädigende Wirkung von Glyphosat beschreibt.

Unstrittig ist, dass Glyphosat als „Breitband-Herbizid“ die Artenvielfalt in unserer Umwelt nachhaltig schädigt.

Äcker sind nicht nur Produktionsstätten für Nahrungsmittel, sondern auch Lebensraum für Pflanzen, Insekten und Vögel. Der Einsatz von Glyphosat (aktuell 5000 Tonnen pro Jahr in der BRD) tötet Pflanzen aller Art ab und zerstört so nachhaltig die Lebensgrundlage vieler Tiere.

letzte Änderung am 25.07.2017

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