Keine weiteren gesetzlichen Regelungen zur Sterbehilfe (25.07.2015)

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg fordert den Bundesgesetzgeber auf, im Zusammenhang mit Sterbehilfe bzw. dem sog. "assistierten Suizid" keine neuen gesetzlichen Regelungen, weder im Strafgesetzbuch noch im Bürgerlichen Gesetzbuch, vorzunehmen. Die bestehenden gesetzlichen Regelungen sind ausreichend.


Begründung:

In der aktuellen Diskussion um die Sterbehilfe und den assistierten Suizid sind derzeit im Deutschen Bundestag vier Vorschläge mit gesetzlichen Regelungen in der Diskussion. Eine fünfte Position ist, es bei den derzeitigen Regelungen zu belassen.

Letzte, höchst individuelle Fragen und Entscheidungen den eigenen Tod betreffend müssen als oberstes Gut und auf der Basis einer umfassend informierten Selbstbestimmung am Lebensende angestrebt werden und dann in der Entscheidungshoheit des Sterbenden und im Einvernehmen mit seinen Angehörigen verbleiben. Damit wird von der Ärzteschaft der Suizid weder als Ausweg idealisiert, noch der Beliebigkeit preisgegeben. Im Gegenteil: Mit ihrer aktiven Beteiligung verstehen sich die Ärzte als wichtiger Teil der Suizidprävention. Da Suizid nicht strafbar ist, kann auch die Beihilfe zum Suizid nicht strafbar sein. Dem säkularen Staat steht, anders als einer Glaubensgemeinschaft, eine moralische Bewertung des Suizids nicht zu. Auf strafrechtliche Regelungen sollte deshalb gänzlich verzichtet werden.

letzte Änderung am 29.07.2015

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