Landesärztekammer Baden-Württemberg bekennt sich zu Humanität und Solidarität.

Gute medizinische Betreuung für Flüchtlinge

Die jüngste Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg hat sich eingehend mit der Situation von Flüchtlingen im Südwesten befasst. Die Delegierten fassten Entschließungen, die wir nachstehend verkürzt wiedergeben. - Diese und weitere Beschlüsse sind im Volltext auf der Website der Landesärztekammer Baden-Württemberg zu finden: www.ärztekammer-bw.de

Gemäß Beschluss ihrer Vertreterversammlung erklärt die Landesärztekammer Baden-Württemberg: "Wir bekennen uns als Ärzte zu den Menschenrechten und der unantastbaren Würde aller Menschen, zur Humanität und Solidarität und dem Menschenrecht auf Asyl! Flüchtlingen steht ein würdevolles Asylverfahren und gute medizinische Betreuung zu. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg unterstützt die Bemühungen für ein Gelingen der Integration von Flüchtlingen und fordert eine sorgfältigere Bewertung von "sicheren" Rückführungsländern."

Weitere Beschlüsse richteten die gewählten Vertreter der rund 64.000 Ärztinnen und Ärzte im Südwesten an die baden-württembergische Landesregierung. Diese möge - unter Beteiligung der ärztlichen Expertise sowie auf Grundlage der von Ärzten entwickelten oder realisierten Projekte - ein Konzept für die strukturierte gesundheitliche Versorgung der Flüchtlinge in Baden-Württemberg vorlegen und die Einführung einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge etablieren.

Politisch Verantwortliche und Kostenträger sollen ferner die Kosten für den Einsatz von Dolmetschern in der medizinischen Versorgung von Geflüchteten regeln. Die Kostenträger für die medizinische Versorgung von Flüchtlingen sollen ihre Vergütungssätze so anpassen, dass eine Fest- und Teilzeitanstellung von Ärzten und Dolmetschern an den Psychosozialen Versorgungszentren finanzierbar ist.

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letzte Änderung am 05.12.2016