Sicherung der Freiberuflichkeit des Arztes/der Ärztin (23.07.2016)

Der Vorstand der Landesärztekammer Baden-Württemberg wird beauftragt, auf die politischen Entscheidungsträger auf Landes- und Bundeseben einzuwirken, die Freiberuflichkeit der Ärzte und Ärztinnen zu schützen und zu sichern.

Begründung:

Die freie Berufsausübung als Arzt/Ärztin wird durch vielfältige Entwicklungen bedroht. Sowohl wirtschaftliche Entwicklungen wie neue Bundesgesetze sowie auch Entwicklungen auf EU-Ebene bedrohen die ärztliche Freiberuflichkeit.

Der Rückzug der öffentlichen Träger öffnet zunehmend das Feld für Klinikkonzerne mit Begehrlichkeiten auch hinsichtlich von Praxissitzen.

Versorgungsvertrage über Kassen und mit ihnen verbundenen Gesellschaften  schränken die ärztliche Berufsfreiheit ein.

Gesetzgebungsverfahren wie  z.B. das Versorgungsstärkungsgesetz  sind  mit die Freiberuflichkeit einschränkenden Vorgaben verbunden.

Die Deregulierungsbemühungen seitens der EU haben über den Dienstleistungssektor auch den Bereich der medizinischen Versorgung erfasst und berühren unmittelbar unsere ärztliche Tätigkeit.

Die Rahmenbedingungen der ärztlichen Tätigkeit sind durch die ärztliche Selbstverwaltung festzulegen und haben frei von wirtschaftlichen Interessen Dritter zu sein.


Stand: 28.07.2016

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letzte Änderung am 28.07.2016