Was ist Cholesterin?

Cholesterin - der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt "Galle" (griech. Chole) und "fest" (griech. Stereos) - gehört zu den Grundsubstanzen des menschlichen Organismus und ist Bestandteil aller menschlichen Gewebe. Cholesterin gehört zur Gruppe der Nahrungsfette und ist daher schlecht wasserlöslich. Der Körper muss deshalb einen Weg finden, diese Fette im Blut zu transportieren. Dies geschieht durch Einweißbausteine, sog. Lipoproteine, die aus Fett (Lipid) und Eiweiß (Apoprotein) bestehen und das Cholesterin in den Blutgefäßen zu den Körperzellen transportieren. Lipoproteine gibt es mit niedriger (LDL) und hoher (HDL) physikalischer Dichte.

LDL-Cholesterin wird als das "böse" Cholesterintransport-Lipoprotein bezeichnet; es bringt Cholesterin zu den verschiedenen Organen des Körpers, wo es über spezielle Aufnahmestellen, die so genannten Rezeptoren, in die Zellen eingeschleust wird. Ist das Cholesterinangebot größer als die Aufnahmekapazität der Zelle, gibt LDL das Cholesterin in das Blut ab, wo es sich in den Gefäßwänden ablagert und den Durchmesser einengt. Die Ablagerungen - so genannte Plaques - können sich jedoch irgendwann loslösen und im Blut als "Fremdkörper" mitschwimmen. Die Folge: Eine Verstopfung eines Gefäßes, eine örtliche Thrombose. Beide Veränderungen, die Einengung und das Ablösen der Ablagerungen können zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Deshalb sollte der LDL-Cholesterinwert im Blut so niedrig wie möglich sein.

HDL-Cholesterin wird hingegen als das "gute" Cholesterintransport-Lipoprotein angesehen, denn es nimmt überschüssiges Cholesterin aus den Körperzellen und dem Blut auf und bringt es zur Leber zurück. HDL kann auch bereits an den Gefäßwänden gebundenes Cholesterin wieder herauslösen. Es leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Verhinderung der Gefäßverkalkung. Daher gilt: Je mehr HDL, desto besser.

Cholesterin wird zum Teil mit der Nahrung aufgenommen. Daher sollte die Nahrungszusammensetzung gut kontrolliert sein. Das Cholesterin baut sich auch durch körperliche Leistung ab; daher sollte regelmäßig Sport getrieben und das Körpergewicht möglichst normalisiert werden. Eine cholesterinsenkende Behandlung mit Medikamenten (z.B. mit Statinen) wird unter Umständen notwendig, falls Diät und andere Maßnahmen nicht greifen.

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letzte Änderung am 21.06.2005

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