Blutspende

Wenn man viel Blut verloren hat, wird zur Stützung des Kreislaufs zunächst das Blutvolumen mit einer wässrigen Mineralsalz-Lösung wieder aufgefüllt. Dann erst wird die Blutgruppe bestimmt und fremdes Blut übertragen. 

Blut setzt sich aus festen Bestandteilen, den roten Blutkörperchen (Erythrozyten), den weißen Blutkörperchen (Leukozyten), den Blutplättchen (Thrombozyten), den festen Bestandteilen (Plasma) und den Plasmaeiweißen zusammen. Je nach Größe und Gewicht fließen bei gesunden erwachsenen Menschen etwa 4,5 bis 6 Liter Blut durch den Körper. Jeder Mensch kann einen gewissen Blutverlust ausgleichen und verkraften: Ein gesunder Erwachsener kann bis zu 1,5 Liter Blut verlieren, ohne dass schwere Schäden auftreten. Beträgt der Blutverlust beispielsweise auf Grund von schweren Unfällen, Verletzungen oder Operationen, bei inneren Blutungen oder Krankheiten mehr als 1,5 Liter, kann der Körper die Organe nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgen. Der Körper kann nicht mehr selbst ausreichend Blut bilden, so dass nur noch Bluttransfusionen das Leben retten können. 

Vor der Spende wird der Spender durch einen Arzt auf verborgene Erkrankungen wie Hepatitis C und andere Infektionen untersucht und die Blutgruppe bestimmt. Außerdem muss ein Fragebogen beantwortet werden, der über den Gesundheitszustand, wie Operationen oder Medikamenteneinnahme Auskunft gibt. Ist der Spender nach den Vorsorgeuntersuchungen durch den Arzt zur Spende zugelassen, wird mit einem Einwegset die Blutentnahme vorbereitet, und die Spende kann beginnen. Normalerweise werden 500 ml entnommen; dieses dauert in der Regel zwischen 5 und 10 Minuten. Das gespendete Blut wird in sterilen Beuteln aufbewahrt. In den Blutbanken werden die verschiedenen Blutprodukte etikettiert, je nach Art gelagert und von dort, je nach Bedarf, abgerufen.

Blutspenden werden am häufigsten zur Transfusion für Menschen vorbereitet, denen aufgrund einer Operation oder eines Unfalls Blut fehlt. Weiterhin kann das Blut aber auch in seine festen Bestandteile und das Serum aufgetrennt werden, und so können beispielsweise auch reine Erythrozyten-Konzentrate übertragen werden. 

Mit der Blutspende kann man heutzutage schwerstkranken Patienten in Krisensituationen weiterhelfen und Leben retten. 5 Millionen Blutspenden werden allein in Deutschland pro Jahr benötigt, das sind umgerechnet rund 15.000 Spenden pro Tag. Helfen auch Sie!

letzte Änderung am 03.01.2008

Die Verkehrsmedizin widmet sich Erkrankungen und Behinderungen, die zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen. Auch Medikamente und Drogen können die Verkehrstauglichkeit mindern.

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