Wie kommt es zu einer Blasenentzündung?

Die häufigste Erkrankung der Harnwege ist die bakterielle Blasenentzündung. Üblicherweise werden die Keime vom Körper abgewehrt, wenn diese Abwehr jedoch vorübergehend herabgesetzt ist (beispielsweise bei Unterkühlung durch Sitzen auf kalten Steinstufen oder durch allgemeine Erkrankung), können die Bakterien von außen über die Harnröhre aufsteigen und sich in der Blase vermehren. Ebenso kann, wenn zu wenig getrunken wird oder die Harnblasenentleerung längere Zeit nicht möglich ist, eine Vermehrung von Keimen stattfinden, die der Körper nicht mehr kontrollieren kann.

Da die weibliche Harnröhre kürzer ist (nur 3-5 Zentimeter lang), als die männliche (hier sind es 20-25 Zentimeter), tritt eine Blasenentzündung bei Frauen sehr viel häufiger auf, als bei Männern. Bei Männern kommt es hingegen besonders im höheren Alter zu Harnwegsinfekten. Hier sind sie oft die Folge eines Harnstaus durch eine vergrößerte Prostata.

Zu den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung gehört anhaltend starker Harndrang, auch wenn die Blase kaum gefüllt ist. Das Wasserlassen ist extrem schmerzhaft und wird daher vom Patienten oft zusätzlich vermieden, was zu weiterer Keimvermehrung führt.

Eine Blasenentzündung sollte so schnell wie möglich von einem Arzt behandelt werden. Als erste Maßnahme sollte viel getrunken und die Blase häufig entleert werden. Es besteht sonst die Gefahr einer aufsteigenden Infektion mit der Entwicklung einer Nierenbeckenentzündung. Außerdem ist die rasche Behandlung mit sog. Breitbandantibiotika angezeigt.

Falls die Beschwerden sich nicht nach drei Tagen deutlich bessern, muss der Patient den Arzt erneut aufsuchen. Dieser wird eine sog. Urinkultur anlegen, um den auslösenden Keim zu bestimmen und ein spezielles Antibiotikum zu verordnen. Wichtig ist auf jeden Fall, während der Behandlung ausreichend Flüssigkeit zu trinken und die Blase in regelmäßigen Abständen zu entleeren.

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letzte Änderung am 16.06.2003

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