Was ist Biofeedback?

Mit dem Biofeedback-Verfahren werden Körperfunktionen mit Hilfe von hör- oder sichtbaren Signalen aufgezeigt. Ziel des Biofeedback-Verfahrens ist es, unbewusste Vorgänge im Körper mit dem Willen zu kontrollieren.

Normalerweise laufen Vorgänge wie Atemfrequenz, Herzfrequenz, Gehirnströme und vor allem auch Muskelspannungen unbewusst ab. Mit entsprechenden Geräten können diese Funktionen des Körpers gemessen und an hör- oder sichtbare Signale gebunden werden. Die Übertragung kann über Lautsprecher oder einen Bildschirm erfolgen. Die verschiedenen Körpervorgänge werden dem Betroffenen dadurch bewusst gemacht, er sieht oder hört sofort, was sein Körper tut.

Biofeedback wird beispielsweise gezielt bei der Harninkontinenz eingesetzt, um eine bessere Kontrolle über die Beckenbodenmuskulatur zu erreichen und zu verhindern, dass die falschen Muskeln, wie zum Beispiel die Gesäßmuskeln, angespannt werden. Mithilfe einer Sonde kann das Zusammenziehen der betreffenden Muskulatur hör- oder sichtbar gemacht werden. So erscheinen die Messergebnisse zum Beispiel auf einem Bildschirm als Kurve. Diese verändert sich, wenn sich die Muskelspannung durch die entsprechende Übung verändert. Die Übenden erhalten somit eine direkte Rückmeldung (Feedback) über die Auswirkung des Trainings auf die Beckenbodenmuskulatur. Durch die sichtbare Kontrolle über die Bewegung und die Stärke der Muskelanspannung können die Übungen gezielt und erfolgreich durchgeführt werden. In vielen Fällen wird durch das Biofeedback-Training schon nach kurzer Zeit eine spürbare Verbesserung der Inkontinenzbeschwerden erreicht. Die größere Wirksamkeit von Krankengymnastik in Verbindung mit Biofeedback-Übungen ist in Untersuchungen eindeutig bestätigt worden. Die Biofeedback-Behandlungen erfolgen ambulant und unter fachlicher Anleitung. Wenn sich gute Erfolge zeigen, kann die Anschaffung eines Gerätes für den Gebrauch im eigenen Zuhause sinnvoll sein.

letzte Änderung am 01.06.2010

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