Behandlung beim Bandscheibenvorfall?

Unsere Wirbelsäule besteht aus 32 Wirbelknochen und den dazwischen liegenden Bandscheiben. Die Bandscheiben bestehen jeweils aus einem Bindegewebsring und einem zentralen weichen Kern, der einerseits die Beweglichkeit der Wirbelsäule ermöglicht und andererseits als "Stoßdämpfer" wirkt. Die übereinander liegenden Wirbelknochen bilden mit den dazwischen liegenden Bandscheiben die Wirbelsäule und den darin liegenden Wirbelkanal, der das Rückenmark und die ihn versorgenden Blutgefäße enthält.

Ein Bandscheibenvorfall entsteht durch Fehl- oder Überbelastung der Wirbelsäule. Die Bandscheibe kann dann Richtung Wirbelkanal rutschen und auf die in unmittelbarer Nähe liegenden Nervenwurzeln drücken. Dies führt zu den typischen Symptomen des Bandscheibenvorfalls, beispielsweise intensiven Schmerzen an Bein oder Arm, verbunden mit Gefühlsstörungen sowie Kraftabschwächung einzelner Muskeln bis hin zu Lähmungserscheinungen.

Im Allgemeinen lässt sich ein Bandscheibenvorfall gut konservativ behandeln mit gezielter Entlastungs-Gymnastik, Kraul-Schwimmen und der Vermeidung von unkontrollierten Bewegungen. Bei stärkeren Schmerzen helfen abschwellende und entzündungshemmende Medikamente. Nur bei dauerhaften Beschwerden oder beginnenden Lähmungserscheinungen ist eine Operation notwendig.

Lassen Sie es gar nicht erst zum Bandscheibenvorfall kommen! Rückenbeschwerden kann man vorbeugen, wenn man regelmäßig die Bauch- und Rückenmuskulatur trainiert und mit isometrischen Übungen aufbaut. Wichtig ist außerdem rückenschonendes Heben sowie richtige Sitz- und Stehhaltung. Denken Sie immer daran, übermäßige unkontrollierte Belastungen der Wirbelsäule zu vermeiden.

Unser Surftipp zum Thema:

Aktion Gesunder Rücken e.V.
www.agr-ev.de

letzte Änderung am 24.10.2002

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