Was ist ein Bänderriss?

Ein Gelenk besteht nicht nur aus den beteiligten Knochen. Nahezu genauso wichtig ist der Bandapparat, der das Gelenk einerseits stabilisiert, aber andererseits auch die Gelenkbewegungen ermöglicht. Die exakte Bandführung ist unerlässlich, damit die gelenkbildenden Flächen sich in sattem Kontakt zueinander bewegen können. 

Wenn beispielsweise der Fuß umknickt, während die Fußsohle gleichzeitig auf dem Boden bleibt, ist es schnell passiert: Die Bänder reißen. Resultat ist eine sofortige, massive Schwellung durch zerrissene Hautvenen und einen Bluterguss. Das Auftreten tut höllisch weh und es kommt zu einer Gelenkinstabilität, weil die Führung des Gelenkes nicht mehr exakt ist und die Gelenkflächen gegeneinander verkanten. Am besten ist es jetzt, den schmerzenden Fuß sofort hoch zu lagern und zu kühlen.

Verletzungen an den Bändern gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Die Bänder und an erster Stelle die Außenbänder sind besonders bei Sportarten gefährdet, bei denen Sprints oder abruptes Abstoppen zur Tagesordnung gehören - so wie Fußball, Squash, Tennis oder Volleyball.

Der Chirurg oder Orthopäde kann durch eine Röntgenaufnahme feststellen, ob neben dem Bänderriss auch noch ein Verletzung des Knochens oder des Knorpels vorliegt. Wenn das nicht der Fall ist, wird ein Außenbänderriss häufig nicht operiert. Vielmehr genügt es oft, das Sprunggelenk für etwa sechs Wochen mit einem Gips, einer Kunststoffschiene, Bandagen oder einem Spezialschuh ruhig zu stellen und nur wenig zu belasten. Der Arzt wird darauf achten, dass der Patient in dieser Zeit keinen Venenverschluss (Thrombose) bekommt und dafür gerinnungshemmende Medikamente spritzen.

Bis der Sportler wieder fit ist, dauert es seine Zeit. Zwar wird das Bein, nachdem die Schwellung und die Schmerzen abgeklungen sind, vorsichtig wieder belastet und durch Krankengymnastik gekräftigt. Doch die Heilung kann mehrere Monate dauern und Training ist während dieser Zeit tabu.

letzte Änderung am 19.10.2009

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