Was ist Arthrose?

Die Gelenke unseres Körpers sind bewegliche Verbindungen von zwei oder mehreren Knochen. Zwischen den Knochenenden befindet sich der Gelenkspalt. Die Gelenkflächen sind von einem Gelenkknorpel überzogen. Knorpel ist ein festes, sowohl druck- als auch biegungselastisches Gewebe, das quasi als Stoßdämpfer fungiert.

Mit dem Begriff Arthrose wird allgemein ein "Gelenkverschleiß" beschrieben, der das altersübliche Maß übersteigt und den Gelenkknorpel durch Abrieb schädigt. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein: ein Übermaß an Gelenk-Belastung (etwa durch Überlastung), angeborene oder traumatische Gelenk-Veränderungen (wie Fehlstellungen der Gelenke oder Deformierung durch Knochenerkrankungen) sowie entzündliche Knochenveränderungen. Grundsätzlich können alle Gelenke von Arthrose betroffen werden, besonders häufig ist sie an den großen, tragenden Gelenken Hüfte und Knie.

Die anfängliche Knorpelschädigung führt im weiteren Verlauf zu Veränderungen am Knochen und zur schleichenden Zerstörung des Gelenkes. Folge sind Schmerzen im betroffenen Gelenk; typisch sind Anlauf- und belastungsabhängige Schmerzen. Weitere häufige Symptome sind Gelenkerguss, zunehmende Verformung des Gelenks sowie Gelenkgeräusche, die durch Unebenheiten der Knorpeloberfläche bei Bewegungen ausgelöst werden.

Für die Diagnose sind neben der körperlichen Untersuchung durch den Arzt bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT oder MRT wichtig. Bei einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) kann der Arzt den Gelenkknorpel betrachten und ggf. auch gleich seine Sanierung in Angriff nehmen.

Grundsätzlich sollte die Therapie der Arthrose die Schmerzfreiheit und die Verhinderung mechanischer Einschränkungen eines Gelenkes erzielen. Wichtig ist eine umfassende Aufklärung des Patienten über die Erkrankung, deren natürlichen Verlauf und die therapeutische Beeinflussbarkeit. Medikamente aus unterschiedlichen Substanzgruppen werden zu Schmerzreduktion und Entzündungshemmung eingesetzt. Aus den Bereichen physikalische Therapie und Orthopädietechnik werden u.a. Physiotherapie, Thermo- und Balneotherapie sowie Krankengymnastik empfohlen.

Die operative Therapie reicht vom Abtragen des veränderten Knorpels bis hin zum künstlichen Gelenkersatz; ihre Anwendungsmöglichkeiten hängen vom jeweils betroffenen Gelenk ab. Bei den neueren Verfahren der Knorpeltransplantation versucht man, gut erhaltene Anteile des Gelenkknorpels aus wenig belasteten Randbereichen eines Gelenkes als Ersatz für Knorpeldefekte in Hauptbelastungszonen zu verwenden.

letzte Änderung am 19.01.2009

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