Allgemeinmedizin

Die Fachartikel stammen fast alle aus der Zeitschrift "Der Allgemeinarzt" (mit freundlicher Genehmigung).

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  • Schwierig zu behandeln

    Die operative Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsillektomie, kurz: TE) gehört zu den häufigsten und schmerzhaftesten Operationen überhaupt. Die postoperativen Schmerzen können bis zu drei Wochen persistieren. Bis heute gibt es jedoch keinen Behandlungsstandard mit dem Nachweis einer suffizienten Schmerzreduktion. Besonderes Augenmerk sollte der Arzt auf junge (< 20 Jahre) und weibliche Patienten legen, deren Schmerzen häufig überproportional hoch sein können. (Heft 19/19)   › Weiterlesen

  • Eine Herausforderung in der Hausarztpraxis

    Ein Patient kommt zu Ihnen mit seit fünf Wochen bestehenden Rückenschmerzen ohne neurologische Ausfälle. Der nächste Patient im Wartezimmer stellt sich mit einem oberen Atemwegsinfekt bei Ihnen vor, fieberfrei, aber mit einem hohen Leidensdruck, und fragt nach einem Antibiotikum. Eine weitere Patientin wird aus dem Krankenhaus entlassen nach exazerbierter COPD und fragt, wie es nun weitergeht. Und der Ehemann zu dieser Patientin ist 70 Jahre alt, begleitet sie zu dem Arzttermin und fragt Sie nebenbei, was er eigentlich so als Check-up bräuchte. Und nun? All diese Fragen sind Alltag für Sie und führen zu einer hohen (risikoreichen) Entscheidungsdichte, mit der sich Ärzte sowohl in Hausarztpraxen als auch in Notaufnahmen unter oft hohem Zeitdruck konfrontiert sehen. (Heft 14/19)   › Weiterlesen

  • Therapie von Schlafstörungen

    Sie mindern nicht nur die Leistungsfähigkeit am Tag, sondern können langfristig auch körperliche Erkrankungen, etwa Herz-Kreislauf-Komplikationen, begünstigen: Schlafstörungen. Heute weiß man auch, dass der Schlaf für die zerebrale Stoffwechselleistung eine wichtige Drainage-Funktion besitzt, die für den Abtransport potenziell toxischer Substanzen, etwa Beta-Amyloid - eines der Hauptkennzeichen der neuropathologischen Veränderungen bei Morbus Alzheimer - mitverantwortlich ist.(Heft 13/19)   › Weiterlesen

  • Skylla und Charybdis

    Steht ein antikoagulierter Patient vor einem operativen Eingriff, so müssen präoperativ einige Fragen geklärt werden: Muss die Antikoagulation beendet werden? Wenn ja, ist ein Umstellen auf niedermolekulares Heparin (NMH) notwendig? Bei Patienten, die mit einem Vitamin-K-Antagonisten (VKA) antikoaguliert werden, stellt sich die Frage nach einem Bridging. Unter Therapie mit einem nicht-Vitamin-abhängigen oralen Antikoagulans (NOAK) gibt es klare Empfehlungen, wann die Antikoagulation zu beenden ist. Hier einige Tipps für den Hausarzt. (Heft 12/19)   › Weiterlesen

  • Eine unterschätzte Tropenkrankheit

    Leishmaniose gehört zu den Tropenerkrankungen, sie ist jedoch auch im Mittelmeerraum endemisch. Infizierte Reiserückkehrer, Migranten und Geflüchtete stellen in Deutschland hohe Herausforderungen an den klinisch tätigen Arzt. Da sich Patienten meist zunächst beim niedergelassenen Hausarzt vorstellen, sollte dieser die typischen Symptome und Verläufe kennen. (Heft 11/19)   › Weiterlesen

  • Ein Blutbild sagt mehr als 1.000 Worte

    Mit diesem Übersichtsartikel sollen häufige Blutbildveränderungen im Kindes- und Jugendalter und deren Differenzialdiagnosen dargestellt werden. Selbstverständlich muss jeder Patient nach wie vor individuell beurteilt werden, um seltene bzw. potenziell lebensbedrohliche Ursachen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. (Heft 10/19)   › Weiterlesen

  • Wie und wann wirkt Cannabis?

    Das Endocannabinoidsystem (ECS) kontrolliert eine Vielzahl lebenswichtiger Funktionen. Ein suboptimaler Tonus des ECS in bestimmten Regionen des Nervensystems wird mit Störungen assoziiert, die auch mit Schmerzen verbunden sind. Über die exogene Zufuhr von Cannabinoiden können Schmerz- und Entzündungsvorgänge moduliert werden. Studien zeigten bei verschiedenen chronischen Schmerzen geringe bis mäßige, in Einzelfällen große schmerzlindernde Effekte. Personen mit chronischen neuropathischen Schmerzen und Stresssymptomen scheinen besonders zu profitieren. (Heft 09/19)   › Weiterlesen

  • Wann harmlos, wann kritisch?

    Erhöhte Leberwerte sind auch in der Hausarztpraxis ein häufiges Problem – sei es als Zufallsbefund oder als Ergebnis einer Abklärung von Beschwerden. Schon hinter einer leichten Erhöhung der klassischen Leberwerte wie ALT, AP, γ-GT oder Bilirubin kann sich eine schwere Lebererkrankung verbergen, die mitunter in eine Zirrhose mündet. Und auch weniger ernste, aber gut behandelbare Leberkrankheiten sollten möglichst früh erkannt werden. (Heft 08/19)   › Weiterlesen

  • Individuelle Konzepte gefragt

    Die Hallux-valgus-Deformität ist die häufigste Fehlstellung des Fußes. Sie betrifft vorzugsweise Frauen und tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf. Im folgenden Beitrag soll das diagnostische Vorgehen dargestellt und mögliche konservative als auch operative Therapieoptionen aufgezeigt werden. (Heft 07/19)   › Weiterlesen

  • Selten, aber gefährlich

    Die infektiöse Endokarditis (IE) ist eine schwere Erkrankung der Herzklappen, die trotz aller medizinischen Fortschritte auch heute noch eine hohe Morbidität und Letalität nach sich zieht. Es kommt zu einer meist bakteriellen Infektion kardialer oder herznaher Strukturen, strukturenprothetischen Materials oder intrakardialer Devices. Dem Hausarzt als Primärversorger kommt hier eine Schlüsselrolle in der Früherkennung zu. Auch muss er sich bei der Prävention mit der Frage der Antibiotikaprophylaxe beschäftigen: Welche Patienten brauchen sie wirklich? (Heft 05/19)   › Weiterlesen

  • Was kommt danach?

    Ihr Patient hat einen Schlaganfall erlitten, ist auf einer Stroke-Unit akut behandelt worden und von dort gleich weiterverlegt worden zur weiterführenden Rehabilitation oder Anschlussheilbehandlung (AHB). Sie sollen nun die Nachsorge und Langzeitbetreuung übernehmen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die u. a. Organisationstalent und Einfühlungsvermögen erfordert. Bei dieser Übersichtsarbeit sollen vor allem die Behandlungsziele „Aktivitäten“ und „Teilhabe“ im Vordergrund stehen. (Heft 04/19)   › Weiterlesen

  • Nicht aus dem Blick verlieren!

    Warum ein Artikel über die „häufigen Kinderkrankheiten“, obwohl diese hierzulande doch gar nicht mehr so häufig auftreten? Schon der Blick auf die Ursache dieses Verschwindens der typischen Kinderkrankheiten klärt diese Frage, denn vor allem und zentral hat ein konsequentes Impfen dies induziert. Ganz ausgerottet sind sie jedoch nicht, wohl aber zunehmend aus dem Bewusstsein der Patienten bzw. deren Eltern geraten. Umso dringlicher wird unser ärztlicher Aufklärungs-Auftrag. Die nachfolgenden Ausführungen möchten die hierfür erforderlichen Informationen liefern. (Heft 03/19)   › Weiterlesen

  • Frühzeitige Therapie kann Komplikationen vermeiden

    Diarrhoe, Bauchschmerzen, Leistungsminderung - chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) können zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Neben dem Gastrointestinaltrakt (GI) können auch Gelenke, Augen und Haut befallen sein. Ziel der Therapie ist eine steroidfreie Remission, Normalisierung der Lebensqualität und idealerweise eine mukosale Abheilung. (Heft 02/19)   › Weiterlesen

  • So läuft das Impfen rund

    In der letzten Ausgabe (21/2018) wurden die neuen STIKO-Empfehlungen zu einzelnen Impfungen vorgestellt. Neu ist außerdem ein Abschnitt über das „Impfmanagement in der Arztpraxis“, auf den im folgenden Beitrag eingegangen werden soll. Er beinhaltet u. a. praxisrelevante Empfehlungen zur Einbindung von Medizinischen Fachangestellten und konkrete praktische Hinweise zur Lagerung und zur Applikation von Impfstoffen. (Heft 01/19)   › Weiterlesen

  • Was ist neu und was müssen wir beachten?

    Osteoporose ist ein zunehmendes klinisches Problem, das auch jüngere Menschen betrifft, aber besonders wichtig wird, wenn multimorbide ältere Personen gebrechlich werden. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Systematik der Osteoporose, die Diagnostik und die medikamentöse Therapie. Bei alten multimorbiden Patienten sind multimodale Strategien mit angepasster Trainingsaktivität nach Operation und Rehabilitation von herausragender Bedeutung. (Heft 20/18)   › Weiterlesen

  • Vom Medikament bis zum Spenderherz

    Für die Behandlung der Herzinsuffizienz ist heute eine ganze Reihe von Therapien verfügbar. Bei Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) werden primär Medikamente wie ACE-Hemmer/AT1-Antagonisten, Betablocker und Mineralokortikoid-Antagonisten eingesetzt. Gute Evidenz gibt es inzwischen auch für die Therapieeskalation mittels Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor. Bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) sind vor allem die Symptomlinderung und die Behandlung der Komorbiditäten vorgesehen. Für die Therapie der terminalen Herzinsuffizienz rücken - wegen des Spendermangels - zunehmend mechanische Unterstützungssysteme in den Fokus. (Heft 19/18)   › Weiterlesen

  • Indikationen beachten, Resistenzen vermeiden!

    Was veranlasst Hausärzte zu einer Antibiotikaverordnung? Neben der Hoffnung, damit den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen und Komplikationen zu verhindern, spielen auch andere Gründe eine Rolle - etwa ein bevorstehendes Wochenende, fordernde Patienten oder die Angst vor juristischen Konsequenzen. Eine nicht indizierte oder falsch dosierte Antibiotikaverordnung sowie die Wahl einer ungeeigneten Substanzklasse kann jedoch auf Dauer großen Schaden anrichten. (Heft 18/18)   › Weiterlesen

  • Konservative Therapie auf dem Vormarsch?

    Die akute Appendizitis ist die häufigste Ursache eines akuten Abdomens im Kindes- und Jugendalter. Die Symptomatik kann sehr unterschiedlich sein, so dass die Diagnose nicht immer leicht zu stellen ist. Sie basiert auf drei Säulen: Klinik, Sonographie und Labor. Die laparoskopische Appendektomie gilt als Goldstandard in der Appendizitis-Therapie. Die konservative Behandlung der unkomplizierten Formen mit oder sogar ohne Antibiotika scheint eine Alternative zu sein. (Heft 17/18)   › Weiterlesen

  • Befindlichkeitsstörung oder Krankheit?

    "Ich kriege nachts kein Auge zu", lautet eine häufige Klage von Patienten beim Hausarzt. Wie ernst ist dieses Problem zu nehmen? Schlafstörungen können nicht nur die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, sondern sich auch negativ auf die psychische und die physische Gesundheit auswirken. Welche Behandlungsoptionen sinnvoll sind, hängt von Ausprägung und Komorbiditäten der Schlafstörung ab. (Heft 16/18)   › Weiterlesen

  • Nervenschäden frühzeitig eindämmen!

    Die diabetische Neuropathie ist eine häufige Komplikation bei Diabetes mellitus. Dem Hausarzt fällt bei der Früherkennung der Nervenfunktionsstörung, die bei vielen Diabetes-Patienten bereits frühzeitig auftritt, eine Schlüsselrolle zu. Da viele Patienten nur subtile Symptome wie eine verminderte Reizwahrnehmung in den Extremitäten haben, sollten Diabetes-Patienten regelmäßig auf Neuropathien gescreent werden. Neben der peripheren Neuropathie, die an der Ätiologie des diabetischen Fußsyndroms beteiligt ist, gibt es eine autonome diabetische Neuropathie mit einer Vielzahl von Organmanifestationen, z. B. im kardiovaskulären System oder Gastrointestinaltrakt. (Heft 15/18)   › Weiterlesen

  • Bagatelle oder Alarmzeichen?

    Deutet der Kopfschmerz auf eine Hirnblutung hin? Ist der Schwindel Vorbote eines Schlaganfalls? Patienten mit unspezifischen neurologischen Symptomen konsultieren häufig zuerst den Allgemeinarzt, der dann entscheiden muss: Sollte der Patient in die Notaufnahme oder zum Facharzt überwiesen werden oder lässt sich das Problem in der eigenen Praxis lösen? Im letzteren Fall stellen sich weitere Fragen: Wie führt man einen "orientierenden" Neurostatus durch? Welche Instrumente benötigt man unter Praxisbedingungen? Ist eine Bildgebung sinnvoll? (Heft 14/18)   › Weiterlesen

  • Was steckt hinter müden Muskeln?

    Muskelschwäche ist bei vielen Erkrankungen eine Begleiterscheinung. Doch als Hauptsymptom tritt eine dauerhaft verringerte Muskelkraft eher selten auf. Was also tun, um einer progredienten Muskelschwäche auf den Grund zu gehen? (Heft 13/18)   › Weiterlesen

  • Fit genug für die Operation?

    Operationen bei älteren Patienten werden zunehmend häufiger, gleichzeitig besteht jedoch in dieser Altersgruppe ein erhöhtes Risiko für perioperative Komplikationen. Hilfreiche Maßnahmen, die in der Hausarztpraxis stattfinden können, um dieses Risiko zu senken, sollen im folgenden Beitrag erörtert werden. (Heft 12/18)   › Weiterlesen

  • Viele Faktoren können das Ergebnis verfälschen

    Wenn man fehlerhafte Blutzuckermesswerte vermeiden will, gilt es zwei Dinge zu beachten: erstens die Wahl des passenden Blutzuckermesssystems und zweitens die richtige Handhabung. Zusätzlich wird in diesem Beitrag die Bedeutung der Blutzuckermessung bei kontinuierlichen Gewebeglukosemesssystemen kurz dargestellt. (Heft 11/18)   › Weiterlesen

  • Operation, Katheter oder Medikamente?

    Bei der Behandlung der Mitralinsuffizienz gibt es - je nach Schweregrad und Ätiologie der Erkrankung - große Unterschiede. Bei der hochgradigen, primären Mitralinsuffizienz gilt eine operative Rekonstruktion oder ein Klappenersatz als Therapie der Wahl. Bei hohem Operationsrisiko oder Inoperabilität lassen sich kathetergestützte Interventionen einsetzen, vor allem das MitraClip-System. Bei der sekundären Mitralinsuffizienz wird zunächst eine leitliniengerechte Herzinsuffizienztherapie ausgeschöpft. (Heft 10/18)   › Weiterlesen

  • Harmlos oder alarmierend?

    Eine asymptomatische Mikrohämaturie ist ein häufiger Befund. Doch welche Konsequenzen sollte man daraus ziehen? Im Folgenden soll eine rationale, möglichst eindeutige und zielgerichtete Diagnostik unter Berücksichtigung der zahlreichen Leitlinien dargestellt werden. (Heft 09/18)   › Weiterlesen

  • Leitsymptom: Muskelschwäche

    Unter dem Begriff "neuromuskuläre Erkrankungen" sind eine Vielzahl von Erkrankungen zusammengefasst, die zum Leitsymptom einer muskulären Schwäche führen. Aufgrund der Heterogenität und Seltenheit der Erkrankungen wird die Diagnose häufig erst spät gestellt und die Therapie verzögert. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Allgemeinärzten und neuromuskulären Zentren ist daher enorm wichtig. (Heft 08/18)   › Weiterlesen

  • Medikamenten-Check nicht vergessen!

    Kau- und Schluckbeschwerden, Schmeck- und Riechstörung, schlechter Zahnstatus. All diese Faktoren führen beim älteren Menschen häufig zu einer schleichenden und unbemerkten Mangelernährung. Auch viele Medikamente beeinflussen den Ernährungsstatus, weil sie Übelkeit und Appetitlosigkeit verursachen. Der Arzt sollte hier gezielt nach Interferenzen suchen - für die Patienten ist das von erheblicher prognostischer Relevanz. (Heft 07/18)   › Weiterlesen

  • Augeninnendruck messen reicht nicht aus

    Bei der Glaukomvorsorge handelt es sich um eine freiwillige, jedoch ab dem 40. Lebensjahr von Augenärzten empfohlene Untersuchungsmethode zur Früherkennung des grünen Stars (Glaukom). Es handelt sich dabei um eine Kombinationsuntersuchung, bestehend aus Augeninnendruckmessung und Untersuchung des Sehnervenkopfes. Eine alleinige Augeninnendruckmessung reicht zur Früherkennung eines Glaukoms nicht aus. Im Folgenden sollen zudem weitere mögliche Früherkennungsmethoden und deren Stellenwert erörtert werden. (Heft 06/18)   › Weiterlesen

  • Es kann jeden treffen

    Das Erysipel, die Wundrose, ist ein auch in der Hausarztpraxis häufig anzutreffendes Krankheitsbild. Bei voller Ausprägung aller klinischen Charakteristika ist die Diagnose einfach zu stellen. Im Anfangsstadium oder bei fehlenden Allgemeinsymptomen ist die differenzialdiagnostische Abgrenzung mitunter schwierig. (Heft 04/18)   › Weiterlesen

  • Anders als bei Erwachsenen!

    Die Obstipation (oft assoziiert mit Stuhlinkontinenz) gehört zu den sehr häufigen Gesundheitsstörungen im Kindesalter. In ihrer Pathogenese und klinischen Präsentation unterscheidet sie sich wesentlich vom Erwachsenenalter. In den meisten Fällen liegen funktionelle Störungen ohne organische Erkrankungen zugrunde. Wenn die Obstipation in den ersten Lebenswochen begonnen hat, muss man an angeborene Erkrankungen denken. Eine zielgerichtete Diagnostik beruht vor allem auf Anamnese, klinischem Befund und Sonographie. Die Therapie bei funktioneller Obstipation beginnt mit der Entfernung angestauter Stuhlmassen (Desimpaktion). Anschließend ist eine langfristige Therapie mit oral applizierten Stuhlweichmachern indiziert, oft zusammen mit verhaltenstherapeutischen Ansätzen. (Heft 03/18)   › Weiterlesen

  • So gelingt die frühe Diagnose

    Die Früherkennung affektiver Störungen stellt nicht selten eine Herausforderung dar, insbesondere wenn Patienten eine somatische Ursache ihrer Beschwerden annehmen. In diesem Beitrag werden Frühsymptome der Depression beschrieben und Fragebögen vorgestellt, die eine frühe Diagnose erleichtern. Außerdem wird auf Risikofaktoren für die Entstehung einer Depression und von Suizidalität sowie auf die wichtige Abgrenzung rezidivierender depressiver Störungen zu Bipolar-II-Störungen eingegangen, da sich daraus Unterschiede in der Therapie ableiten. (Heft 02/18)   › Weiterlesen

  • Was wiegt schwerer: Blutungsoder Thromboserisiko?

    Bei gastroenterologischen Routineendoskopien des Verdauungstrakts, vermehrt bei invasiven endoskopischen Eingriffen, stellt sich die Frage, wie für Patienten mit kardiovaskulärer Vorerkrankung Blutungs- und Infektionsrisiken minimiert werden können. In die Vor- und Nachbereitung solcher Interventionen ist der Hausarzt oft entscheidend eingebunden. (Heft 01/18)   › Weiterlesen

  • Tumortherapie kennt viele Wege

    Durch neue Erkenntnisse in der Krebstherapie muss auch das Kolonkarzinom heute viel differenzierter gemanagt werden. Vor allem für die Systemtherapie ist die Zahl der Behandlungsoptionen - aufgrund neuer Chemo-, Kombinations- und Antikörpertherapien - rasant gestiegen. Ähnlich sieht es bei den heute sehr viel komplexeren, operativen Verfahren aus. Eine große Herausforderung beim Dickdarmkrebs bleibt die ambulante Betreuung der betroffenen Patienten. (Heft 20/17)   › Weiterlesen

  • Therapiekonzept für Körper und Seele

    Die häufigsten Schwindelerkrankungen können im Wesentlichen durch Anamnese und klinische Untersuchung diagnostiziert werden. Ausgedehnte apparative Diagnostik ist in den wenigsten Fällen notwendig oder hilfreich. Bei chronischem Schwindel sind häufig psychische und organische Ursachen im Spiel. Die Therapieoptionen müssen diesem Umstand Rechnung tragen. (Heft 19/17)   › Weiterlesen

  • Steckt ein Immundefekt dahinter?

    Blasen auf Haut oder Schleimhäuten können unterschiedliche Ursachen haben, eine davon sind die sogenannten bullösen Autoimmundermatosen (BAID). Wenn der Körper Antikörper gegen die Strukturen der Haut bildet, löst sie sich ab und bildet Blasen. Unter die Gruppe dieser blasenbildenden Autoimmunerkrankungen fallen gleich mehrere Hautleiden, die in jedem Lebensalter auftreten können. Am häufigsten ist das bullöse Pemphigoid (BP), von dem vor allem ältere Patienten betroffen sind. (Heft 18/17)   › Weiterlesen

  • Wie Kaffee das Risiko beeinflusst

    Ein inaktiver Lebensstil und eine Fehlernährung können zur Entwicklung eines Typ-2-Diabetes führen. Andererseits zeigen wissenschaftliche Studien, dass gesunde Ernährung und Bewegung nicht nur die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes bei Hochrisikopersonen reduzieren, sondern auch bei Personen mit bereits manifestem Diabetes die Stoffwechseleinstellung verbessern bzw. sogar in einer Remission des Typ-2-Diabetes münden kann. Ein häufig diskutierter Einflussfaktor auf den Diabetes und die kardiovaskuläre Gesundheit ist der Lebensstilfaktor "Kaffeekonsum". Dem Kaffee und den darin enthaltenen Komponenten werden unterschiedliche Wirkungen nachgesagt. Welche dies sind, beschreiben wir im Folgenden. (Heft 17/17)   › Weiterlesen

  • Was kommt nach dem Ultraschall?

    Abdominelle Beschwerden bergen ein weites Spektrum möglicher Ursachen - von harmlos bis lebensbedrohlich. Die geklagten Symptome sind jedoch leider oft sehr unspezifisch, so dass zur Abklärung meist bildgebende Verfahren zum Einsatz kommen müssen. An erster Stelle steht hierbei die Sonographie. Bringt diese keine endgültige Klarheit, sollte sorgsam abgewogen werden, welche Bildgebung dann indiziert ist. Welche Überlegungen hierbei eine Rolle spielen, klärt der folgende Beitrag. (Heft 16/17)   › Weiterlesen

  • Alte und neue Erreger

    Pilzerreger befallen die Haut auf unterschiedlichen Wegen: von Händen, Füßen oder Haaren ausgehend oder lokal an der Stelle des direkten Kontakts. Neben den klassischen Hefepilzen Candida albicans und Malassezia furfur sind es vor allem zoophile und anthropophile Dermatophyten, die Hautmykosen auslösen. Allen Erregern ist gemein: Sie lassen sich gut mit Antimykotika behandeln. Reicht die topische Anwendung nicht aus, ist eine systemische Therapie indiziert. (Heft 15/17)   › Weiterlesen

  • Welche Rolle spielt der Hausarzt?

    Für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) gibt es mit einem verzweigten Netz von Autismuszentren, Autismusbeauftragten, Schulbegleitern, Berufsbildungswerken u. a. ein recht gutes Versorgungssystem. Allgemeinärzte werden in in ihrer Praxis allerdings eher mit der Versorgung von Erwachsenen mit ASS zu tun haben. Nachfolgend beschreiben wir, welche Herausforderungen damit verbunden sind und wie Hausärzte diese bewältigen können. (Heft 14/17)   › Weiterlesen

  • Orthopädische Krankheiten in der Hausarztpraxis

    Schmerzen in Ellenbogen, in den Fingern oder am Fuß führen Patienten vielfach zuerst zum Hausarzt. Wie häufige orthopädische Erkrankungen wie Epicondylitis, Fersensporn oder Hallux valgus diagnostiziert und konservativ oder auch operativ behandelt werden können, soll im folgenden Beitrag dargestellt werden. (Heft 13/17)   › Weiterlesen

  • Die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts

    Immer wieder kommt ein Notarzt selbst in Not. Er wird zu einem hochbetagten Patienten gerufen, dessen Leben sich zu Ende neigt. Nimmt er ihn mit in die Klinik, wird eher das Leiden als das Leben verlängert. Lässt er ihn zu Hause oder im Pflegeheim, könnte ihm evtl. unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen werden. Eine frühzeitige und sorgfältige Versorgungsplanung ist in dieser Situation Gold wert. (Heft 12/17)   › Weiterlesen

  • Cerumen entfernen - wenn, dann mit Gefühl!

    Ist eine Cerumenentfernung beim symptomfreien Patienten immer erforderlich? Nein. Als Hausarzt sollte man hier ohnehin vorsichtig agieren. Oft ist eine solche Behandlung überflüssig - und zudem nicht ganz ungefährlich. Sie kann zu Verletzungen des Gehörgangs, des Trommelfells oder der Gehörknöchelchenkette führen. Für den Hausarzt sind heute auch preiswerte manuelle Spülsysteme erhältlich, mit denen z. B. das Trommelfell nicht mehr direkt getroffen wird und somit dessen Beschädigung weitgehend ausgeschlossen ist. (Heft 11/17)   › Weiterlesen

  • Infiltrationen für die Hausarztpraxis

    Gezielte lokale Infiltrationen in Gelenke oder umgebendes Gewebe gehören zu den wesentlichsten lokalen Behandlungen bei entzündlich-rheumatischen oder entzündlich-aktivierten degenerativen Gelenkerkrankungen. Insbesondere bei mono- oder oligoartikulärer Entzündung oder vielen periartikulären Entzündungen, aber auch bei gewissen posttraumatischen Reizzuständen ermöglicht die lokale Infiltration eine rasche, sehr gezielte und meist nebenwirkungsarme Beschwerdelinderung, die durch die Verwendung von kristallinen Steroidpräparaten oft lange anhält. (Heft 10/17)   › Weiterlesen

  • Über die Diagnose zur optimalen Therapie

    Die Belastungsinkontinenz des Mannes ist überwiegend iatrogen bedingt, und die häufigste Ursache ist die radikale Prostatektomie mit einer persistierenden Inkontinenzrate von 10–20 %. Die primäre Therapie der postoperativen Belastungsinkontinenz ist die Physiotherapie, wobei hier das Beckenbodentraining eine zentrale Rolle spielt. Bei nicht ausreichender Besserung unter konservativer Therapie wird eine operative Therapie empfohlen. Dafür stehen heute diverse Optionen zur Verfügung, hierzu zählen u. a. funktionelle und adjustierbare Schlingensysteme sowie der künstliche Schließmuskel. (Heft 09/17)   › Weiterlesen

  • Konservativ behandeln oder operieren?

    Die distale Radiusfraktur ist die häufigste Fraktur des älteren Patienten. Die konservative Therapie ist ein bewährtes und komplikationsarmes Verfahren mit guten funktionellen Ergebnissen. Im Folgenden werden die Diagnostik und die konservative Behandlung sowie die damit verbundenen Herausforderungen dargestellt. (Heft 08/17)   › Weiterlesen

  • Zentrale Rolle für den Hausarzt

    Anders als andere chronische psychische Störungen wird Alkoholabhängigkeit in der Bevölkerung häufig stigmatisiert, als selbstverschuldet und nicht behandlungsbedürftig angesehen. Betroffene selbst neigen krankheitsbedingt dazu, ihren Alkoholkonsum zu verleugnen oder zu bagatellisieren. Anfangs, aber auch im Verlauf ist die Veränderungs- und Therapiemotivation nicht selten gering oder schwankend, daher konzentriert sich die ärztliche Behandlung oft leider auf Folge- und Begleiterkrankungen und weniger auf die ursächliche Suchterkrankung. (Heft 07/17)   › Weiterlesen

  • Für wen, wie viel, wie lange?

    Sodbrennen ist ein häufiges Symptom und kann bekanntlich mit einem gastroösophagealen Reflux zusammenhängen. Um die genaue Reflux-Form zu eruieren bzw. eine eventuelle Ösophagitis nachzuweisen, ist eine aufwendigere Diagnostik erforderlich. Unter bestimmten Bedingungen lässt sich jedoch auch zunächst eine probatorische Gabe von Protonenpumpenhemmern (PPI) rechtfertigen. Was beim Einsatz dieser Säureblocker zu beachten ist, wird im folgenden Beitrag geschildert. (Heft 06/17)   › Weiterlesen

  • Augenprobleme selbst lösen oder überweisen?

    Blaues Auge, rotes Auge - Bagatelle oder Notfall? Bei Augenverletzungen oder akuten Augenbeschwerden seiner Patienten steht der Hausarzt immer vor der Entscheidung, selbst eine Therapie einzuleiten oder sofort zum Facharzt zu überweisen. Oft ist die erste Einschätzung nicht ganz einfach. Denn beim augenärztlichen Notfall sind die Schmerzen alles andere als ein zuverlässiger Gradmesser für die Schwere des Schadens. (Heft 05/17)   › Weiterlesen

  • Therapie am Schweregrad ausrichten!

    Die Diagnose "Fibromyalgiesyndrom" (FMS) wird gestellt anhand der Anamnese eines typischen Symptomenkomplexes (chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen, Müdigkeit, Schlafstörungen) und durch den Ausschluss von körperlichen Erkrankungen, welche die Symptome ausreichend erklären. Die Intensität der Therapie richtet sich nach dem Schweregrad. (Heft 04/17)   › Weiterlesen

  • Neue Richtlinie 2017

    Im Jahr 1971 wurde mit den Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U7 das erste systematische Früherkennungsprogramm für Kinder in Deutschland eingeführt. In den folgenden Jahrzehnten wurden immer wieder neue Elemente hinzugefügt. Nun hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das Programm komplett neu strukturiert. Dazu wurde ein neues "Kinder- Untersuchungsheft" aufgelegt. Seit dem 1. Januar 2017 muss die neue Kinder-Richtlinie im ambulanten Bereich für alle gesetzlich Versicherten umgesetzt werden. Alle Neuerungen sollen hier kurz vorgestellt werden. (Heft 03/17)   › Weiterlesen

  • Maßgeschneiderte Therapie verbessert die Prognose

    Die Diagnose der Herzinsuffizienz erfordert das Vorliegen von Symptomen und ggf. klinischen Zeichen sowie den objektiven Nachweis einer kardialen Funktionsstörung mittels Echokardiografie. Die Standard-Therapie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und verminderter linksventrikulärer Auswurffraktion umfasst ACE-Hemmer, Betablocker und Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten. Der Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor Sacubitril/Valsartan, der If-Kanal-Inhibitor Ivabradin, die kardiale Resynchronisationstherapie sowie die Implantation eines Kardioverter-Defibrillators sind weitere Medikamente bzw. Maßnahmen, die bei geeigneten Patienten die Prognose verbessern. (Sonderheft 02/17)   › Weiterlesen

  • Niere altert mit

    Die Menschen werden heute im Laufe ihres zunehmend längeren Lebens mit vielen Krankheiten konfrontiert. Denn mit den Patienten altern auch ihre Organe. Das betrifft auch die Niere, die mit zunehmendem Lebensalter ihre Funktion immer weiter einschränkt. Passende Therapieansätze sind nötig, um die Nierenfunktion der Patienten im Alter so lange wie möglich zu erhalten bzw. die Progression einer vorliegenden Nierenschädigung zu hemmen oder zu stoppen. (Heft 02/17)   › Weiterlesen

  • Delir

    Das Delir, oft auch als Verwirrtheitszustand oder Durchgangssyndrom bezeichnet, ist eine häufige Komplikation bei älteren Patienten. Im folgenden Beitrag lesen Sie, welche Symptome typisch sind für das Delir, wie man es von einer Demenz abgrenzen kann, welche Ursachen zu bedenken sind und welche Therapie- und Präventionsmöglichkeiten es gibt. (Sonderheft 01/17)   › Weiterlesen

  • Spinalkanalstenose und Bandscheibenvorfall

    Plötzlich aufgetretene starke Rückenschmerzen im Lendenbereich beim Bücken und Heben - im Volksmund gerne als "Hexenschuss" bezeichnet - sollten immer auch an einen Bandscheibenvorfall denken lassen. Weniger akute Beschwerden, die aber mit zunehmender Einschränkung der Gehstrecke einhergehen, sind verdächtig auf eine Spinalkanalstenose. Welche Probleme bei diesen beiden Krankheitsbildern zu bedenken sind, wie sinnvolle diagnostische Schritte aussehen sollten und wann welche Therapie erforderlich ist, soll im folgenden Beitrag anhand von zwei Kasuistiken dargestellt werden. (Heft 01/17)   › Weiterlesen

  • Bewährte Strategien und neue Behandlungsoptionen

    Das Krankheitsbild "Asthma" hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Früher war eine stark ausgeprägte Fluktuation der Beschwerden mit nicht selten lebensbedrohlichen Asthmaanfällen eher die Regel als die Ausnahme. Inzwischen ist es durch die systematische leitlinienorientierte Therapie möglich, nicht nur diesen krisenhaften Verlauf weitgehend zu vermeiden, sondern auch die Langzeitprognose deutlich zu bessern. In den letzten zehn Jahren nahmen asthmabedingte Todesfälle erfreulicherweise um 30 % ab. Der folgende Beitrag beleuchtet das sinnvolle diagnostische Vorgehen sowie die aktuellen therapeutischen Optionen. (Heft 20/16)   › Weiterlesen

  • Mucotympanon beim Kind: Wann braucht man Paukenröhrchen?

    Nicht jeder Erguß im Mittelohr erfordert die Einlage von Paukenröhrchen. Persisiert die Flüssigkeit hinter dem Trommelfell jedoch oder dickt sie ein zu einem Mucotympanon, besteht Schwerhörigkeit. Dann macht eine Therapie mit Paukenröhrchen Sinn, um bei Kleinkindern die Sprachentwicklung nicht zu gefährden. (Heft 08/05)   › Weiterlesen

  • Die ärztliche Leichenschau: Wann ist ein Tod "nicht natürlich"?

    Die Dokumentation der Leichenschau und die daraus resultierenden Konsequenzen werden beispielhaft an Hand des bayerischen Vordrucksatzes dargestellt.   › Weiterlesen