Medizinische Begutachtung

Die Fachartikel stammen fast alle aus der Fachzeitschrift "Der Medizinische Sachverständige" (mit freundlicher Genehmigung).

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  • Die DSGVO - Bedeutung und Konsequenzen für den ärztlichen Sachverständigen

    Die grundlegende Revision und Vereinheitlichung europäischen Datenschutzrechts hat einen Namen: Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die europäischen Regelungen beziehen sich scheinbar auf branchenspezifische Tech-Unternehmen wie Google, Facebook oder Amazon. Branchenunspezifisch zielt die DSGVO genauso auf ärztliche Sachverständige, medizinische Fachgesellschaften oder ganz allgemein auf den Umgang mit Gesundheitsdaten bzw. Patientendaten ab. Eine Zeitenwende bei den Sanktionen (erhebliche Geldbußen), Abstufungen zwischen genetischen, biometrischen und Gesundheitsdaten und ein vorgegebener Katalog an Rechtsgrundlagen, der die Verarbeitung sensibler Daten gestattet, macht Einblicke in die DSGVO erforderlich. Zu den wichtigen datenschutzrechtlichen Brennpunkten zählt die Frage nach dem Verhältnis von ärztlichem Gutachter und Versicherer: setzt sich die frühere Kontroverse um die Auftrags(daten)verarbeitung fort? (Heft 04/19)   › Weiterlesen

  • Die Berücksichtigung von Kontextfaktoren in der sozialmedizinischen Begutachtung

    Medizinischen Sachverständigen stellt sich in den sozialen Sicherungssystemen in Deutschland im Zuge der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen zunehmend die Aufgabe, Krankheitsauswirkungen und Behinderung multidimensional im Sinne des biopsychosozialen Modells zu beschreiben und zu bewerten. Insbesondere wenn es darum geht, ob und welche Rehabilitationsleistungen angezeigt sind, ist nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) eine umfassende Bedarfsermittlung gefordert. (Heft 03/19)   › Weiterlesen

  • Koxarthrose und berufliche Belastung.

    Die Koxarthrose zählt mit zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen. Anders als im Bereich des Kniegelenkes spielen primäre, d. h. in der Regel altersbedingte Arthrosen eine Ausnahmerolle. Nahezu alle Erkrankungen entstehen auf der Grundlage einer sogenannten „präarthrotische Deformierung“ nach Hackenbroch. Lange Jahre galt hierbei neben der Traumafolge die Dysplasie als wesentlicher Risikofaktor. In den letzten Jahren zeigte sich jedoch, dass vor allem Engpasssituationen im Bereich von Pfannenrand und Schenkelhals-HüftkopfÜbergang vor allem beim männlichen Patienten den wichtigen Risikofaktor darstellen. (Heft 02/19)   › Weiterlesen

  • Dravet-Syndrom und Impfung - epileptologische, genetische und gutachtliche Aspekte

    Das Dravet-Syndrom ist eine neurologische Krankheit, die mit einer meist sehr schwer therapierbaren Epilepsie sowie einer kognitiven und Entwicklungsstörung einhergeht. Jedoch existieren auch Fälle mit klinisch leichtem oder mittelschwerem Verlauf. Für die Mehrzahl der Fälle ist eine (verifiziert pathogene) Neumutation im SCN1A-Gen verantwortlich, das für den spannungabhängigen Natriumkanal Nav1.1 kodiert. (Heft 01/19)   › Weiterlesen

  • Der Achillessehnenschaden in der gesetzlichen Unfallversicherung

    Diskutiert wird das Urteil des LSG Sachsen-Anhalt (16. 12. 2017 – L 6 U 64/16), das sich im Ergebnis auf eine Veröffentlichung von F. Schröter stützt. An Hand dieses Urteils werden aufgezeigt die maßgeblichen Beweisregeln im Sozialrecht, die Bedeutung der herrschenden Meinung und die medizinisch-naturwissenschaftlichen Überlegungen zum Kausalzusammenhang eines Achillessehnenschadens. (Heft 06/18)   › Weiterlesen

  • Was gibt es Neues bei den Berufskrankheiten? - aus medizinischer Sicht

    Zum 1. August 2017 ist die Vierte Verordnung der Berufskrankheiten-Verordnung in Kraft getreten. Mit dieser Maßnahme war die Aufnahme von drei neuen Berufskrankheiten in die Anlage 1 der Berufskrankheiten-Verordnung, also die amtliche Liste der Berufskrankheiten, verbunden. Es handelt sich um die Leukämie durch 1,3-Butadien, den Harnblasenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und die Fokale Dystonie bei Instrumentalmusikern. Darüberhinaus wurden zwei bereits bestehende Berufskrankheiten erweitert, und zwar um das Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) durch Asbest und den Kehlkopfkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwassersstoffe. Die Begründungstexte für diese Neueintragungen wurden vom Ärztlichen Sachverständigenbeirat "Berufskrankheiten", einem Beratungsgremium des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, verfasst. Dieses Gremium und die neuen Einträge in die Liste der Berufskrankheiten werden vorgestellt. (Heft 05/18)   › Weiterlesen

  • Arbeitswelt 4.0.: Arbeiten in der digitalen Welt - sozialmedizinische/gutachterliche Aufgaben

    Arbeiten in der digitalen Welt ist bereits in Teilen Thema und gelebte Realität im Ärztlichen Dienst der Bundesagentur für Arbeit. Für die angemessen aktuelle Beratung und Begutachtung für die Auftraggeber in den Agenturen für Arbeit und in den Jobcentern gilt es, auf neuem Stand zu sein. Neben der Kenntnis wissenschaftlicher Grundlagen und juristischer Fragen/ Antworten ergeben sich interessante Aspekte jetzt und vielleicht noch mehr in nicht zu ferner Zukunft auch für die Sozialmedizin, wissenschaftlich wie praktisch zur Bearbeitung gutachterlicher Aufgaben. (Heft 04/18)   › Weiterlesen

  • Herausforderung chronische Borreliose - eine Übersicht für den Gutachter

    Kontroverse Diskussionen werden um die chronische Borreliose geführt. Oft werden subjektive unspezifische Beschwerden in der Annahme einer persistierenden, kryptogenen Infektion als chronische Borreliose diagnostiziert. Die Auswertung der Richtlinien verschiedener Infektionsgesellschaften, der ILADS und DBG und insgesamt 1000 Publikationen (PubMed, EUCALB) ergab rezidivierende Mono- bzw. Oligoarthritiden, chronische entzündliche Hautveränderungen mit Atrophie und chronische Neuroborreliose mit Meningitis, Enzephalomyelitis und Vaskulitis als gesicherte Spätmanifestationen der Borreliose. (Heft 03/18)   › Weiterlesen

  • Vierte Aktualisierung der Leitlinie zur Schmerzbegutachtung

    Die erstmals 2005 publizierte Leitlinie für die ärztliche Begutachtung von Menschen mit chronischen Schmerzen liegt inzwischen in ihrer vierten Version vor (AWMF-Registernummer 094-003). Sie dient der Qualitätssicherung bei Begutachtungen, wenn Klagen über chronische Schmerzen als Leitsymptom im Vordergrund stehen. In der aktuellen Version wurden die Indikationen zur Durchführung schmerzmedizinischer Gutachten neu formuliert, die Begutachtungskriterien wurden an die Vorgaben der ICF angepasst und es erfolgte eine stringente Trennung zwischen Fragen der Zustands- und der Zusammenhangsbegutachtung. Entsprechend der vorrangigen Bedeutung bei Begutachtungsfragen wurde darüber hinaus ein eigenes Kapitel über Beschwerdenvalidierung eingeführt. (Heft 02/18)   › Weiterlesen

  • Die Leistungsfähigkeit als zentraler Begriff der Invaliditätsbemessung für die private Unfallversicherung

    Die Leistungsfähigkeit ist ein zentraler Begriff der privaten Unfallversicherung. Vor allem bei der Einschätzung und der Prognose zur Beurteilung von Übergangsleistungen ist die prozentuale Bestimmung der "Beeinträchtigung der allgemeinen körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit" gefragt. Eine Definition der Leistung, zu der ein Mensch in definiertem Alter und in definierter Konstitution in der Lage sein muss, gibt es nicht. Daher ist es für den Gutachter äußerst schwierig, diese gestellte Frage nachvollziehbar zu beantworten. Eine Lösung durch die Möglichkeiten der ICF scheint verlockend, ist zurzeit aber nicht in Sicht. Als Ausweg werden Äquivalenzmerkmale vorgestellt, die als Grundlage einer nachvollziehbaren Einschätzung bis zum Ersatz durch bessere Möglichkeiten dienen können. (Heft 01/18)   › Weiterlesen

  • Aktuelles in der Begutachtung im Beamtenrecht - Einstellung, Dienstfähigkeit, Prognose - aus medizinischer Sicht

    Durch die BVerwG Urteile 2 C 12.11 und 2 C 18.12 vom 25. Juli 2013 wurde ein Paradigmenwechsel in der Einstellungsbegutachtung eingeleitet. Bisher galt, dass die gesundheitliche Eignung bereits dann fehlte, wenn die Möglichkeit häufiger Erkrankungen oder des Eintritts dauernder Dienstunfähigkeit vor Erreichen der Altersgrenze nicht mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden konnte. Jetzt sind Beamtenbewerber, deren Leistungsfähigkeit aktuell nicht eingeschränkt ist, gesundheitlich als Beamte nur dann nicht geeignet, wenn tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass eine vorzeitige Pensionierung vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze überwiegend wahrscheinlich ist. Dies führt zu einer geringeren Ablehnungsquote bei den Einstellungsuntersuchungen und zu Modifikationen der Untersuchung. (Heft 06/17)   › Weiterlesen

  • Neurologische Begutachtung: Schwierige Rechtsbegriffe

    Im gutachterlichen Alltag wird man häufig mit Begriffen konfrontiert, die aus ärztlicher und juristischer Perspektive unterschiedlich interpretiert oder verstanden werden. Hierzu zählen typischerweise die Begriffe wie "geeigneter Schaden", "Schadensanlage", "Vorschaden", "Brückensymptome", "wesentliche Teilursache", "Beweisfragen", "Überzeugungsbildung" oder "wissenschaftlicher Kenntnisstand". In diesem Beitrag werden aufbauend auf Vorträgen im Rahmen der 15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurowissenschaftliche Begutachtung (DGNB) 2013 in Karlsruhe diese Begriffe erläutert, um dem ärztlichen Gutachter den kompetenten Umgang mit den damit verbundenen juristischen Fragestellungen zu ermöglichen. (Heft 05/17)   › Weiterlesen

  • Schäden an Apo- und Epiphysen - ärztlich-gutachtliche und rechtliche Bewertung

    Die Knorpelfugen der Apo- und Epiphysen sind im Wachstumsalter druckbelastet und werden durch zusätzliche Strukturen stabilisiert - die Apophysen durch Sharpey’sche Fasern und durch ein tendinöses bzw. ligamentäres Gegenspannungssystem, die Epiphysen durch die Periphysen und die Form der Wachstumsfuge. Sowohl im Wachstumsalter als auch nach dessen Abschluss kann es im Apo- bzw. Epiphysenbereich zu Chondro- und/oder Osteonekrosen kommen, die zurSchwächung der Knorpelfugen führenund eine Lockerung und Lösung derApo- und Epiphysen verursachen können. (Heft 04/17)   › Weiterlesen

  • Begutachtung nach Flucht und Migration - Posttraumatische Belastungsstörung bei Asylbewerbern - aus medizinischer Sicht

    Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine der am häufigsten genannten psychiatrischen Diagnosen bei Asylsuchenden, wenn es um Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder aber um Feststellung inlandsbezogener Abschiebehindernisse geht. (Heft 03/17)   › Weiterlesen

  • Altersdiskriminierung in der gesetzlichen Unfallversicherung: Problematik der Schadensanlage bei älteren Menschen

    Am 14.08.2006 wurde in Deutschland das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vom Bundestag verabschiedet. Das Ziel des AGG ist es, Benachteiligungen aufgrund bestimmter soziologischer Merkmale zu verhindern oder zu beseitigen. Im § 1 des AGG wird ausdrücklich auch das Merkmal "Alter" genannt. In § 2 AGG wird unter den konkreten Benachteiligungen der Sozialschutz einschließlich der sozialen Sicherheit und der Gesundheitsdienste aufgeführt. Der jüngere Versicherte darf keinen "besseren" Versicherungsschutz erhalten als der Ältere. Insofern werden auch medizinische Sachverständige bei der Klärung von Kausalitätsfragen im Rechtsbereich der gesetzlichen Unfallversicherung mit dem AGG konfrontiert. (Heft 02/17)   › Weiterlesen

  • Gutachtliche Bewertung der Patellaluxation

    Die Begutachtung der Patellaluxation, insbesondere im Kontext der gesetzlichen Unfallversicherungen, stellt den Gutachter nicht selten vor eine große Herausforderung. Grundsätzlich ist infolge der motorischen Verkümmerung der aktuellen Schülergeneration eine Zunahme der Patellaluxationen in der gesetzlichen Schüler-Unfallversicherung zu erwarten. (Heft 01/17)   › Weiterlesen

  • Begutachtung bei Epilepsie - Update Epileptologie. Die Entwicklung des Krankheitsbegriffs und zur Problematik des Ursachenbegriffs in der Epileptologie

    Im Jahr 2014 wurde von einer Kommission der Internationalen Liga gegen Epilepsie eine neue Definition für die Diagnose Epilepsie verabschiedet und publiziert, die den aktuellen Stand der Erkenntnis wiederspiegelt. Auf den ersten Blick ist diese neue Definition verwirrend und kann nur vor dem Hintergrund der Entwicklung des Krankheitsbegriffs der Epilepsie in der modernen Medizin verstanden werden. Auch unser Verständnis von den Ursachen einer Epilepsie hat durch die moderne Diagnostik wesentliche neue Impulse erhalten. (Heft 06/16)   › Weiterlesen

  • Begutachtung von Kindern und Jugendlichen - Begutachtung von Entwicklungsstörungen nach dem SGB XI

    Eltern von entwicklungsgestörten Kindern können in Deutschland Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nach dem SGB XI beantragen. Das Leistungsspektrum der Pflegekasse reicht dabei z. B. von Geld-, Kombinations- und Sachleistungen zur häuslichen Pflege, zusätzlichen Betreuungsleistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz, Beiträgen zur sozialen Sicherung, Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen und Hilfsmitteln zur Pflege. (Heft 05/16)   › Weiterlesen

  • Begutachtung leichter Traumen der Halswirbelsäule

    Historisches und Aktuelles zum Befinden und Befund. (Heft 06/10)   › Weiterlesen

  • Epilepsie: Systematik der Begutachtung

    Die Kausalit ätsbeurteilung zwischen geltend gemachten zerebralen Krampfanfällen und einem schädigenden Ereignis stellt für den Gutachter eine besondere Herausforderung dar, da Epilepsien auch im Rahmen zahlreicher konkurrierender Ursachen auftreten können.   › Weiterlesen

  • Nierentransplantation: Probleme bei Begutachtungen im Schwerbehinderten- und Sozialen Entschädigungsrecht?

    Ziel dieser Ausführungen ist es,auf dem Boden gesicherter medizinisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse Vorschläge für eine sachgerechte GdB/MdE-Bewertung nach Eintritt der Heilungsbewährung bei Nierentransplantierten zu unterbreiten.   › Weiterlesen

Für unser Team suchen wir weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Hier finden Sie aktuelle Stellenangebote der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der vier Bezirksärztekammern.

Für suchtkranke Ärztinnen und Ärzte: Interventionsprogramm

Die Verkehrsmedizin widmet sich Erkrankungen und Behinderungen, die zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen. Auch Medikamente und Drogen können die Verkehrstauglichkeit mindern.

Hier finden Sie verkehrsmedizinisch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte.