Gemeinsame Pressemitteilung

Gegen den Hausarztmangel in Baden-Württemberg

Auch in Baden-Württemberg werden weniger Hausärztinnen und Hausärzte weitergebildet, als für die Versorgung benötigt werden. Um dieser Entwicklung entschieden entgegen zu treten haben sich die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg, die Landesärztekammer Baden-Württemberg mit den Bezirksärztekammern Nord-/Südbaden und Nord-/Südwürttemberg und die universitären allgemeinmedizinischen Einrichtungen in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm in Kooperationsverträgen auf ein gemeinsames Weiterbildungsprogramm für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung verständigt, die KWBW Verbundweiterbildungplus. Damit werden die seit Jahren bestehenden Maßnahmen zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin durch ärztliche Organisationen,  die Einrichtungen der Selbstverwaltung und die Universitäten in ein einheitliches Konzept zusammengeführt.

Angehende Hausärztinnen und Hausärzte haben dabei die Möglichkeit an einem begleitenden Seminarprogramm teilzunehmen und im Mentoring-Programm Unterstützung während der Weiterbildung zu erhalten. WeiterbilderInnen werden in sog. Train-the-Trainer-Seminaren unterstützt. Für angehende Allgemeinärztinnen und Allgemeinärzte, die sich in die KWBW Verbundweiterbildungplus einschreiben, und für WeiterbilderInnen in Klinik und Praxis, die mit der KWBW Verbundweiterbildungplus kooperieren, werden daher zukünftig regionale AnsprechpartnerInnen an den Standorten Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm zur Verfügung stehen (www.weiterbildung-allgemeinmedizin.de). Für niedergelassene WeiterbilderInnen und Krankenhäuser, die die Bildung eines Weiterbildungsverbundes planen, werden an den Bezirksärztekammern AnsprechpartnerInnen zur Verfügung stehen (bisherige Verbünde auf www.allgemeinmedizin-bw.de). Darüber hinaus sind in Baden-Württemberg die zuständigen Bezirksärztekammern weiterhin die Ansprechpartner für Fragen der ärztlichen Weiterbildung.

Die KWBW Verbundweiterbildungplus wird durch das Engagement von kooperierenden Kliniken und Praxen sowie durch Mittel gemäß  der Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung gemäß § 75a SGB V finanziert.
Mit diesen strukturfördernden und vernetzenden Maßnahmen erhofft man sich, zukünftig mehr junge Ärztinnen und Ärzte für die Allgemeinmedizin zu gewinnen und damit die hausärztliche Versorgung, die insbesondere im ländlichen Raum bedroht ist, zu sichern.
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letzte Änderung am 12.10.2017