Tierversuche in der medizinischen Ausbildung sind obsolet, stellt die Landesärztekammer Baden-Württemberg fest.

Ärzteschaft positioniert sich zu Tierversuchen

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hat sich mit der Frage der Notwendigkeit von Tierversuchen in der Medizin im Rahmen der Ausbildung und Forschung auseinandergesetzt. Hierbei stand die Patientensicherheit bei aktuellen und neuen Therapien im Vordergrund.
In einem heute veröffentlichten Positionspapier stellt die Berufsvertretung der rund 65.000 Ärztinnen und Ärzte in Baden-Württemberg fest:

  • Die Anzahl der Tierversuche eignet sich nur bedingt als Indikator für das Tierwohl. Es ist immer auch anzugeben, an welchen Tieren die Versuche durchgeführt werden.
  • Es gibt zum Thema Tierversuche ausreichend Gesetze und Regelungen, allerdings ist die Umsetzung in der Praxis nicht immer optimal.
  • Nicht alle heute gesetzlich vorgeschriebenen Tierversuche sind noch notwendig; es gibt Reduktionspotenzial, das im Sinne des Tierwohls genutzt werden muss.
  • Die Patientensicherheit ist nur bedingt als Begründung für Tierversuche geeignet; aber es gibt auch heute weiterhin Begründungen für Tierversuche.
  • Tierversuche in der medizinischen Ausbildung sind heute obsolet.

Das komplette Positionspapier finden Sie hier.

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letzte Änderung am 24.04.2017