Ehrungen für verdiente Mitglieder

Hohe Auszeichnungen in den Bezirksärztekammern

Der nordwürttembergische Kammerpräsident Dr. Klaus Baier ehrte Dr. Elisabeth Schrödter, die als Fachärztin für Allgemeinmedizin in Künzelsau niedergelassen ist und von 2003 bis 2015 Vorsitzende der Ärzteschaft Künzelsau war. Sie schaffte Strukturen für die palliativmedizinische Versorgung und setzte sich intensiv für das Angebot fachlich qualifizierter ärztlicher Fortbildungen ein. In berufspolitisch bewegten Zeiten fand sie verbindende und ausgleichende Worte und förderte den Dialog zwischen Hausärzten und fachärztlich tätigen Kollegen sowie zwischen niedergelassenen Ärzten und Kollegen in den Krankenhäusern und Kliniken. Als Dank für ihr langjähriges berufspolitisches Engagement und in Anerkennung ihrer großen Verdienste wurde Dr. Schrödter mit der Ehrennadel der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg ausgezeichnet.

Die Ehrennadel der Bezirksärztekammer Nordbaden verlieh Präsident Dr. Herbert Zeuner an Dr. Peta Becker-von Rose. Seit 1986 ist sie Mitglied der Bezirksvertreterversammlung und seit Jahrzenten Mitglied des Vorstandes der Heidelberger Ärzteschaft, von 1991 bis 2011 Vorstandsmitglied der Bezirksärztekammer Nordbaden, von 1991 bis 1999 Mitglied der Landesvertreterversammlung und lange Zeit auch Delegierte des Deutschen Ärztetages. Darüber hinaus ist Dr. Becker-von Rose beispielsweise seit 1986 bei der IPPNW  und auch im Ausland engagiert: Seit 2004 war sie mit den „German Doctors“ zwölfmal im Einsatz in Nairobi sowie zweimal in Kalkutta. Und sie wirkte tatkräftig beim Aufbau der Medizinischen Ambulanz im Heidelberger Patrick Henry Village mit und hat damit entscheidend zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen beigetragen.

Mit der Wilhelm-Griesinger-Medaille zeichnete die Bezirksärztekammer Südwürttemberg das Tübinger Arztehepaar Dr. Susanne und Dr. Hans Ulrich Ziegler aus. Kammerpräsident Dr. Michael Schulze betonte in seiner Laudatio, dass beide schon kurz nach ihrer Approbation für eine gemeinnützige Organisation einen dreijährigen Auslandseinsatz in Tansania absolvierten. Von 1984 bis 2013 arbeitete das Paar in eine allgemeinmedizinischen Gemeinschaftspraxis in Nehren, war jedoch stets nebenher ehrenamtlich aktiv. 2014 richteten sie dann unter anderem Sprechstunde für Flüchtlinge im Tübinger Asylzentrum ein, kurz darauf auch in der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Meßstetten. Unter schwierigsten Bedingungen übernahm das Ehepaar Ziegler insbesondere in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2015, als Tausende von Flüchtlingen ins Land kamen, die kaum zu bewältigende Aufgabe, in der völlig überfüllten LEA die dort ankommenden Asylbewerber und Flüchtlinge medizinisch zu versorgen. Für ihr vorbildliches Engagement um den Arztberuf und ihren unermüdlichen Einsatz wurden sie von der Vertreterversammlung mit lang anhaltendem Applaus belohnt.

Südbadens Kammerpräsident Dr. Ulrich Voshaar verlieh die Albert-Fraenkel-Plakette an Dr. Franz-Matthias Lüttgen aus Offenburg, der sich um den ärztlichen Beruf und dessen Ansehen in der Öffentlichkeit in besonderer Weise verdient gemacht hatte. Neben seinen klinischen Tätigkeiten gründete er gemeinsam mit Ernst-Ulrich von Weizsäcker und Peter Riedesser die „Aktion Dritte Welt“. Von 1982 bis 2007 übte er als einer der ersten in Deutschland das Amt des Transplantationsbeauftragten am Klinikum Offenburg aus. In der ärztlichen Selbstverwaltung ist er seit 2002 aktiv, unter anderem als Delegierter in der Vertreterversammlung der Bezirksärztekammer Südbaden, als stellvertretender ärztlichen Beisitzer des Bezirksberufsgerichts für Ärzte in Freiburg sowie als stellvertretendes ärztliches Mitglied der Transplantationskommission.

Aus den Händen von Südbadens Kammer-Vizepräsidentin Dr. Paula Hezler-Rusch erhielt Dr. Birgit Annen die Albert-Fraenkel-Plakette. Zwanzig Jahre war sie berufspolitisch aktiv, unter anderem als Delegierte in den Vertreterversammlungen der Bezirksärztekammer Südbaden und der Landesärztekammer. Über ihre Kammertätigkeiten hinaus war sie auch in der Kassenärztlichen Vereinigung aktiv, zunächst als Delegierte und von 2005 bis 2011 als Vorsitzende der Vertreterversammlung der KV Baden-Württemberg. Daneben war sie über zwanzig Jahre hinweg als Vorsitzende des Bundesverbandes der Vertragspsychotherapeuten engagiert. Stets mit hoher Kompetenz wirkte sie beispielsweise mit an Reformen von EBM, GOÄ/GOP, Psychotherapierichtlinien und hat sich über viele Jahre hinweg mit Charme, Fleiß, Klugheit und Erfahrung für die Ärzteschaft in vielfältiger Weise eingesetzt.

Vizepräsidentin Dr. Hezler-Rusch überreichte die Albert-Fraenkel-Plakette auch an den Allgemeinmediziner Dr. Klaus Möller aus Tuttlingen. Neben seiner Tätigkeiten als niedergelassener Arzt hatte er vielfältige Aufgaben in der ärztlichen Selbstverwaltung übernommen. So war er von 1991 bis 2015 Vorsitzender des Ärztlichen Kreisvereins Tuttlingen und über zwanzig Jahre hinweg Delegierter der Vertreterversammlung der Bezirksärztekammer Südbaden. Langjährig war er auch im Prüfwesen der Kassenärztlichen Vereinigung tätig und Mitglied deren Vertreterversammlung. Dr. Möller war und ist ein relevanter und geschätzter Repräsentant der Ärzteschaft, der über viele Jahre hinweg seine Treue, seine Zeit, seinen Einsatz, seine Verlässlichkeit  für die ärztliche Selbstverwaltung eingesetzt hat.

 
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Dr. U. Ziegler, Dr. S. Ziegler, Präsident Dr. M. Schulze (v.l.)


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Präsident Dr. U. Voshaar, Dr. F.-M. Lüttgen, Dr. B. Annen, Dr. K. Möller, Vizepräsidentin Dr. P. Hezler-Rusch


 
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Dr. P. Becker-von Rose, Präsident Dr. H. Zeuner

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letzte Änderung am 17.11.2016