Keine Quartalisierung des Praktischen Jahres (PJ) und keine weiteren Pflichtprüfungen in den Staatsexamina (23.07.2016)

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg lehnt die Quartalisierung des Praktischen Jahres (PJ) einschließlich weiterer Pflichtanteile im PJ sowie weitere Pflichtprüfungen in den Staatsexamina ab. Sie fordert den Gesetzgeber auf, der entsprechenden Empfehlung der Gesundheitsministerkonferenz nicht zu folgen.

Begründung:

Umfragen haben ergeben, dass die weit überwiegende Mehrheit der Medizinstudierenden die derzeitige Struktur des Praktischen Jahrs am Ende des Studiums beibehalten wollen und eine Quartalisierung des PJ mit weiteren Pflichtquartalen ablehnen. Auch die Forderung der Gesundheitsminister nach einer neuen mündlich-praktischen Prüfung im Fach Allgemeinmedizin im abschließenden Staatsexamen lehnt die weit überwiegende Mehrheit der Medizinstudierenden ab.

Anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz der Länder Ende Juni in Rostock-Warnemünde wurde bekannt, dass die Länderminister eine Umwandlung des PJ in Quartale und einen zusätzlichen Pflichtabschnitt "Ambulante Medizin" befürworten. Dadurch würden die ohnehin nur geringen Wahlmöglichkeiten im Studium weiter beschränkt. Das bisherige Wahl-Tertial bietet allen Studierenden die Möglichkeit, sich freiwillig für einen ambulanten, beispielsweise hausärztlichen PJ-Abschnitt zu entscheiden. Diese Wahlmöglichkeit gilt es aus der Sicht der Landesärztekammer zu erhalten.

Stand: 28.07.2016

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letzte Änderung am 28.07.2016