Förderung der Weiterbildung in der ambulanten fachärztlichen Versorgung (23.07.2016)

Der Vorstand der Landesärztekammer Baden-Württemberg wird beauftragt, die laufenden Verhandlungen der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg mit den Landesverbänden der Krankenkassen bezüglich der Feststellung der Förderfähigkeit von weiteren fachärztlichen Weiterbildungen aktiv zu begleiten und der Vertreterversammlung in der Novembersitzung die ggf. notwendigen Änderungen der Weiterbildungsordnung zur Beschlussfassung vorzulegen. Hierbei soll sichergestellt werden, dass keine der fachärztlichen Weiterbildungen nach § 3 Abs. 3 Satz 2 der Fördervereinbarung ausgeschlossen wird.


Begründung:

Am 01.07.2016 ist die neue Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung gemäß § 75a SGB V in Kraft getreten. Die bisher auf die Allgemeinmedizin beschränkte Förderung der Weiterbildung soll auf weitere fachärztliche Weiterbildungen in der ambulanten Versorgung ausgedehnt werden. Von den bundesweit ausgebrachten 1000 Förderstellen entfallen 133 auf das Land Baden-Württemberg. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg ist aufgerufen, sich bis zum 01.10.2016 mit den Landesverbänden der Krankenkassen auf die zu fördernden Facharztgruppen zu verständigen. Grundsätzlich förderfähig sind allerdings nur solche Facharztweiterbildungen, bei denen die Weiterbildungsordnung eine fakultative Weiterbildungszeit von mindestens 24 Monaten im ambulanten Bereich vorsieht. Dies ist leider bei den Facharztkompetenzen des Gebiets der Innere Medizin und bei den Facharztkompetenzen des Gebiets der Chirurgie durchgehend nicht der Fall. Sollten also Facharztkompetenzen aus den genannten Gebieten in den Kreis der förderungsfähigen Weiterbildungen aufgenommen werden, muss die Weiterbildungsordnung zeitnah entsprechend geändert werden können, damit die begünstigten Facharztgruppen Fördergelder beanspruchen können.

Stand: 28.07.2016

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letzte Änderung am 28.07.2016