Stilllegung des Kernkraftwerkes Fessenheim (23.07.2016)

Anknüpfend an die Entschließung der Landesärztekammer Baden-Württemberg vom 23.07.2011 und die Vertreterversammlung der Bezirksärztekammer Südbaden vom 09.04.2016, mit der sich die Vertreterversammlung gegen die Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerkes Fessenheim ausgesprochen hat, wird der Präsident der Landesärztekammer gebeten, sich in einem Schreiben an die Landesregierung in Baden-Württemberg und an die französische Regierung nochmals für eine sofortige Schließung des Kernkraftwerkes Fessenheim einzusetzen. An die französische Regierung geht der Appell, die bereits vor Jahren gegebene Zusage zur Stilllegung des Kernkraftwerkes Fessenheim endlich umzusetzen.

Begründung:

Bereits der nur langsam in seinem Ausmaß zutage gekommene Störfall von vor zwei Jahren hätte zu einer atomaren Katastrophe vergleichbar in den Folgen mit den Super-GAUs von Tschernobyl und Fukushima führen können. Bei einem Super-GAU im Kernkraftwerk Fessenheim würden bei den vorherrschenden Windverhältnissen nicht nur die Regionen um das Kernkraftwerk sondern große Teile des Elsass, von Baden-Württemberg und sogar Bayerns unbewohnbar. Eine massive Schädigung des Rheins wäre im Anbetracht der Kühlung des Kernkraftwerks unvermeidbar. Zur Veranschaulichung der in Fessenheim vorhandenen Menge des radioaktiven Materials wird auf die Darstellung der Umweltschutzorganisation BUND hingewiesen, nach der das Kernkraftwerk Fessenheim ein radioaktives Inventar enthält, das 1.760 Hiroshima-Bomben entspricht.

Stand: 28.07.2016

Zurück

letzte Änderung am 28.07.2016