Elektronische Gesundheitskarte für Asylbewerber und Flüchtlinge (25.07.2015)

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg fordert, dass in Baden-Württemberg Asylbewerber und Flüchtlinge flächendeckend mit ihrer Ersterfassung und unabhängig von ihrem Status eine elektronische Gesundheitskarte erhalten. Dabei sollte die Arbeit der Psychosozialen Zentren nicht gefährdet werden.


Begründung:

Gemäß § 4 Asylbewerberleistungsgesetz soll die medizinische Versorgung für die erforderlichen ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen von Flüchtlingen zwar ohne Versichertenkarte gewährleistet sein. Jedoch muss zeitaufwändig die Einzelbeantragung eines Behandlungsscheines erfolgen. Dies verursacht nicht nur unnötige Kosten durch einen hohen Verwaltungsaufwand, der aufgrund der wachsenden Anzahl an Flüchtlingen zeitlich kaum zu bewältigen ist, sondern behindert auch eine zeitnahe patientengerechte medizinische Versorgung. Seit Neuesten erhalten Flüchtlinge, die länger als 15 Monate im Land sind, sog. Analogleistungen und zum Erlangen dieser Leistungen die elektronische Gesundheitskarte. Diese Regelung soll auf alle Flüchtlinge ausgedehnt werden.

Stand: 29.07.2015

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letzte Änderung am 29.07.2015