Gesundheitsheft Baden-Württemberg für minderjährige Flüchtlinge

Minderjährige Flüchtlinge, die Schutz und Fürsorge in Deutschland suchen, bedürfen einer strukturierten Untersuchung zur Einschätzung ihres medizinischen und psychosozialen Hilfebedarfs. Allen Flüchtlingen in den zentralen Aufnahmestellen wird seitens des Gesundheitsamtes eine Erstuntersuchung zuteil. Bei Bedarf wird eine weitere medizinische Diagnostik/Behandlung und die Vervollständigung des Impfschutzes (nach STIKO) veranlasst. Hierzu wird für Kinder und Jugendliche immer auch die Vorstellung in einer Kinder- und Jugendarztpraxis empfohlen.

Krankenhilfe wird gemäß § 4 Asylbewerberleistungsgesetz geleistet und umfasst, neben der ärztlichen Behandlung, auch die nach STIKO empfohlenen Schutzimpfungen und für Kinder und Jugendliche medizinisch gebotene Vorsorgeuntersuchungen.

Das vorliegende Gesundheitsheft möchte den Flüchtlingen, ihren Eltern oder BetreuerInnen den Weg durch die Institutionen erleichtern und medizinische Befunde zusammenfassen. Das Heft soll Kinder- und JugendärztInnen, AllgemeinärztInnen bzw. anderen FachärztInnen als Versorgungshilfe dienen und ist zusammen mit dem Impfausweis und der Versichertenkarte bei allen Arztbesuchen mitzubringen.

Das Baden-Württembergische Gesundheitsheft wurde allen Jugendämter in Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt, da diese in der Regel den ersten Kontakt mit unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen haben. Den anderen minderjährigen Flüchtlingen sollte dieses Heft beim ärztlichen Erstkontakt ausgehändigt werden. Das Gesundheitsheft kann dafür auch hier heruntergeladen werden."

Wie das "Gesundheitsheft Baden-Württemberg" entstand

Der Ausschuss "Kinder und Jugendliche" der Landesärztekammer Baden-Württemberg hat das "Bremer Gesundheitsheft", das gemeinsam vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (Landesverband Bremen) und dem Gesundheitsamt Bremen herausgeben wurde - überarbeitet und an die baden-württembergischen Verhältnisse angepasst. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg ist den Bremer Herausgebern sehr dankbar für die Überlassung der Publikationsrechte.

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letzte Änderung am 22.02.2016