Günther Oettinger spricht beim Landeskongress Gesundheit

Er ist ein neues, zentrales Forum für alle Akteure und Verantwortungsträger im Gesundheitsbereich: der Landeskongress Gesundheit, der unter Schirmherrschaft des Landes Baden-Württemberg am Freitag, 29. Januar, parallel zur Stuttgarter Fachmesse MEDIZIN erstmalig stattfindet. Durch Diskussion und Austausch soll eine nachhaltige Verbesserung der Zusammenarbeit erreicht werden. Im Fokus der Veranstaltung steht die Digitalisierung im Gesundheitswesen.

„Es ist wichtig, dass wir dieses Thema jetzt angehen“, sagt Dr. Klaus Baier, Präsident der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg, die neben der Landesärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft einer der Initiatoren des Kongresses ist. „Hier in Baden-Württemberg tut sich in diesem Bereich sehr viel. Auch auf die Ärzteschaft kommt fachlich, technisch und gesetzlich einiges zu. Die elektronische Gesundheitskarte und die digitale Vernetzung von Notfalldaten sind dabei nur zwei Stichworte.“

Breite Diskussionsgrundlage und Meinungsvielfalt

Mit dem Kongress wolle man Impulse setzen, „zeigen, was die Gesundheitsversorgung heute schon leistet, aktuelle Themen in der Medizin diskutieren und diese frühzeitig und zukunftsweisend angehen. Schön ist, dass wir dazu viele verschiedene Unterstützer mit ins Boot holen konnten.“ So entstehe eine gute Diskussionsgrundlage, auf der sich unterschiedliche Aspekte beleuchten ließen. Auch die Zielgruppe des Kongresses sei „bewusst breit gewählt, um eine möglichst große Meinungsvielfalt zu erreichen“. Angesprochen sind niedergelassene Ärzte, Verbände, Kliniken und Krankenkassen, aber auch die Führungsebenen der Sozialverwaltung oder der Kommunen. Baier: „Wir wollen die Entscheider zusammenbringen.“

Mit Günther Oettinger, EU-Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, konnte man einen prominenten Redner für den Keynote-Vortrag gewinnen. „Wir sind gespannt auf seine Ausführungen“, freut sich Dr. Klaus Baier. „Als Experte kann er das Ganze in einen europäischen Rahmen einordnen und den Standort Baden-Württembergs lokalisieren.“

Langfristiger Erfolg durch Kooperation

Der Landeskongress Gesundheit Baden-Württemberg verspricht ein produktiver Tag zu werden, denn die Teilnehmer können und sollen sich selbst einbringen. Mit einer speziellen Software werden die in Workshops erarbeiteten Ergebnisse aufbereitet und digital zur Verfügung gestellt. „So können die Teilnehmer etwas mit nach Hause nehmen und bestimmte Punkte in der alltäglichen, eigenen Arbeit umsetzen“, erklärt Baier. „Ideal wäre, wenn sich darüber hinaus auch Kooperationen untereinander entwickelten.“

Mit der bisherigen Resonanz sei man jedenfalls „sehr zufrieden“, meint Baier. „Die Rückmeldungen zeigen, dass wir mit dem Thema einen Nerv getroffen haben. Wir hoffen, dass sich durch den Kongress eine weitere Verbesserung der Zusammenarbeit ergibt, um den Wandel, der uns gerade im Bereich der Digitalisierung bevorsteht, gemeinsam bewältigen zu können. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten, auch die Politik, an einem Strang ziehen.“

Weitere Informationen im Internet unter www.lk-gesundheit.de und www.messe-stuttgart.de/medizin/

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letzte Änderung am 09.12.2015