Ehrungen in den Bezirksärztekammern

Bezirksärztekammern: Hohe Auszeichnungen verdienter Ärztinnen und Ärzte

Die Ehrennadel der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg überreichte Dr. Klaus Baier an zwei verdiente Mitglieder: Prof. Dr. Walter Kachel aus Heilbronn war unter anderem Delegierter der Vertreterversammlung, ist seit vielen Jahren Prüfer im Weiterbildungsausschuss und Mitglied der Gutachterkommission für Fragen ärztlicher Haftpflicht. Ehrlich und geradlinig stand er immer für die ärztlichen Angelegenheiten ein. Dr. Peter Böshagen aus Stuttgart hat sich über ein Jahrzehnt als Delegierter der Vertreterversammlung sowie als Vorsitzender im Weiterbildungsprüfungsausschuss und als Mitglied im Landeswahlausschuss zum Wohle der Nordwürttemberger Ärztinnen und Ärzte engagiert. Mit der Hans-Neuffer-Plakette wurde Dr. Jörg Niederöcker aus Stuttgart für sein außergewöhnliches Wirken in der Selbstverwaltung ausgezeichnet. Viele Jahre hat er als Mitglied und Vorsitzender der Vertreterversammlung der Versorgungsanstalt in Tübingen gewirkt. Bei der Bezirksärztekammer war er von 1982 bis 2007 Mitglied der Vertreterversammlung und von 1991 bis 2007 Beisitzer im Vorstand. Seither ist er Beisitzer in der Gutachterkommission und Mitglied im Weiterbildungsausschuss. Die vergangenen Kammerwahlen hat er als Mitglied des Wahlausschusses begleitet.

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Prof. W. Kachel, Dr. K. Baier und Dr. P. Böshagen

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Dr. K. Baier und Dr. J. Niederöcker

In der Bezirksärztekammer Südbaden verlieh Dr. Ulrich Voshaar die Albert-Fraenkel-Plakette an Dr. Christoph von Ascheraden. Er war über 32 Jahre in seiner Landarztpraxis und über 23 Jahre als Bereichsnotarzt in der Region St. Blasien tätig. In der Ärztekammer ist Dr. von Ascheraden seit 1995 aktiv. Während seiner 20-jährigen Vorstandstätigkeit übte er acht Jahre das Amt des Vizepräsidenten und zuletzt vier Jahre das Amt des Präsidenten aus. Während dieser Zeit war eines seiner wesentlichen Verdienste, die Bezirksärztekammer in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Über Südbaden hinaus war er unter anderem acht Jahre Vorsitzender des Suchtausschusses der Landesärztekammer, seit 1995 Delegierter zum Deutschen Ärztetag und von 2012 bis 2014 Mitglied des Vorstandes der Bundesärztekammer. Darüber hinaus brachte sich Dr. von Ascheraden in herausragenden Positionen auch für die KV Südbaden, die KVBW und die KBV ein. Mit seinem vielfältigen Engagement um die Ärzteschaft in Südbaden hat er außerordentliche Verdienste erworben und sich damit um den ärztlichen Beruf und dessen Ansehen in der Öffentlichkeit in besonderer Weise verdient gemacht.

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Dr. C. von Ascheraden und Dr. U. Voshaar

In Karlsruhe verlieh Dr. Herbert Zeuner die Ehrennadel der Bezirksärztekammer Nordbaden an Dipl. pol. Ekkehard Ruebsam-Simon, der sich stets in herausragender Weise für die ärztliche Selbstverwaltung und den Berufsstand engagiert hat. Der Allgemeinmediziner, der bis vor kurzem in Bammental in eigener Praxis praktizierte, hatte sich stets für den Erhalt der ärztlichen Freiberuflichkeit und die Einheit der Ärzteschaft stark gemacht. Herr Ruebsam-Simon war von 1999 bis 2014 Mitglied der Vertreterversammlungen der Landesärztekammer, der nordbadischen Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg sowie Delegierter zum Deutschen Ärztetag. Von 1999 bis 2012 engagierte er sich zudem als Vorstandsmitglied der Bezirksärztekammer in Karlsruhe. Besonders gelobt wurde sein visionäres Denken, das sich auch außerhalb der Körperschaften widerspiegelte: So war Herr Ruebsam-Simon unter anderem Gründungsmitglied der Nordbadischen Ärzteinitiative, die sich später mit der MEDI-Verbund AG vereinigte, deren Vize-Chef er bis heute ist.

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Dipl. pol. E. Ruebsam-Simon und Dr. H. Zeuner


In der Bezirksärztekammer Südwürttemberg verlieh Dr. Michael Schulze die Wilhelm-Griesinger-Medaille an zwei verdiente Persönlichkeiten: Prof. Dr. Siegfried Kunz aus Reutlingen, Facharzt für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe, war lange Jahre ärztlicher Direktor des Klinikums am Steinenberg in Reutlingen gewesen. Er hat sich jedoch nicht nur als Arzt und Wissenschaftler, sondern auch in der Berufspolitik um den Arztberuf und das Ansehen der Ärzteschaft in Südwürttemberg besonders verdient gemacht. Über nahezu 40 Jahre war er in den verschiedensten Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung tätig, darunter von 1975 bis 1991 als Mitglied des Vorstands und über drei Wahlperioden als Vizepräsident der Bezirksärztekammer Südwürttemberg. Er war auch langjähriger Vorsitzender der Perinatal-Kommission der Landesärztekammer und in den einschlägigen Gremien auf Bundesebene engagiert. Ebenfalls ausgezeichnet wurde seine Gattin, Dr. Gudrun Kunz, die fast 30 Jahre lang als Frauenärztin in eigener Praxis in Mössingen niedergelassen war. Ihr hohes Engagement und ihr unermüdlicher Einsatz für ihre Patientinnen zeichnen sie besonders aus. Sie war nicht nur behandelnde Gynäkologin, sondern arbeitete anhand ihrer Erkenntnisse, die sie in der Balintgruppenarbeit gewonnen hatte, stetig an einem besseren Verständnis und einer verbesserten Diagnostik und Therapie für ihre Patientinnen. 1987 wurde sie zur stellvertretenden Beisitzerin des Bezirksberufsgerichtes für Ärzte in Tübingen später als zweiten Beisitzerin bestellt und ist bis heute für das Berufsgericht tätig. Mit viel Augenmaß und Einfühlungsvermögen war sie unter drei Vorsitzenden des Bezirksberufsgericht mit der ganzen Palette des ärztlichen Berufsrechtes befasst. Geehrte wurde Frau Dr. Kunz als herausragende Ärztin, die durch ihr vielfältiges Engagement für Beruf, Familie und Berufspolitik stets eine Vorbildfunktion hatte und hat.

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Dr. M. Schulze, Dr. G. Kunz, Prof. Dr. S. Kunz

Einen Bericht über die Vertreterversammlungen in den vier Bezirksärztekammern finden Sie hier.

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letzte Änderung am 08.12.2015