Best Paper Award

Die 22-köpfige Autorengruppe „Netzwerk Qualität in der Intensivmedizin“ wurde im Rahmen der AWMF-Delegiertenkonferenz für ihre Veröffentlichung „Freiwilliges Peer Review als innovatives Instrument zur Qualitätsverbesserung auf der Intensivstation – eine retrospektive deskriptive Kohortenstudie auf deutschen Intensivstationen“ mit dem „Best Paper Award 2014“ des Open Access-Journals „GMS German Medical Science“ ausgezeichnet. Mitautor der Veröffentlichung war Matthias Felsenstein, Leiter der Abteilung Fortbildung und Qualitätssicherung der Landesärztekammer Baden-Württemberg; er nahm den Preis stellvertretend für die Autorengruppe entgegen.

In ihrer Publikation hatten die Autoren die Methode des freiwilligen Peer Review beschrieben und die Durchführbarkeit untersucht. Dazu waren anonymisierte Peer-Review-Berichte auf die thematischen Schwerpunkte hin untersucht worden, die in den Berichten hervorgehoben waren. Die Bewertung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisindikatoren zeigte einen hohen Erreichungsgrad der vorgegebenen Qualitätsziele. In den Berichten wurden elf Hauptthemen identifiziert, die auf allen besuchten Intensivstationen als relevant eingestuft wurden. Knapp 60 % der genannten Themen betrafen Personalfragen, Team- und Kommunikationsfragen sowie Organisation und Behandlungsstandards. Als Schwachstellen wurden die Themen Dokumentation/Reporting, Hygiene und Ethik eingestuft. Das freiwillige intensivmedizinische Peer Review stellte sich als einfach anwendbares und wertvolles Instrument für die Qualitätsverbesserung heraus. Die Peer-Review-Berichte behandelten allgemeine Problemschwerpunkte in der Intensivmedizin detaillierter als herkömmliche andere Methoden.

Die ausgezeichnete Publikation kann (zweisprachig englisch/deutsch) nachgelesen werden.





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letzte Änderung am 11.11.2015