PID-Ethikkommission konstituiert

Die gemeinsame PID-Ethikkommission der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen zur Durchführung der Präimplantationsdiagnostik (PID) hat sich am 15. Juli 2015 konstituiert. Sie wurde gemäß Staatsvertrag bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg eingerichtet.

Kammerpräsident Dr. Ulrich Clever und Ministerialdirigentin Dr. Monika Vierheilig vom Sozialministerium Baden-Württemberg zeichneten bei der ersten Zusammenkunft von Mitgliedern und stellvertretenden Mitgliedern der PID-Ethikkommission den langen Weg nach, den die Beteiligten von der ersten Idee bis zur Gründung der Kommission genommen hatten. Im Anschluss konstituierte sich die PID-Ethikkommission feierlich.

Der Kommission gehören acht Mitglieder an: Vier medizinische Sachverständige aus den durch die PID berührten Fachrichtungen, jeweils ein Sachverständiger oder eine Sachverständige der Fachrichtungen Ethik und der Fachrichtung Recht. Ferner jeweils ein Vertreter einer Organisation, die sich maßgeblich für die Wahrnehmung der Interessen der Patienten engagiert sowie ein Vertreter einer Organisation, die sich maßgeblich für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe der Menschen mit Behinderungen engagiert. Jedes Mitglied hat zwei Stellvertreter. Zur Kommissions-Vorsitzenden wählten die Mitglieder einstimmig Dr. med. Gabriele du Bois, Fachärztin für Humangenetik aus Böblingen.

Mitglieder und stellvertretende Mitglieder der PID Ethikkommission

Mitglieder und stellvertretende Mitglieder der PID-Ethikkommission

Die PID-Ethikkommission hat die Aufgabe, Anträge auf Durchführung einer Präimplantationsdiagnostik zu bewerten. Nach dem Willen des Gesetzgebers ist eine solche Behandlung nur ausnahmsweise und nur unter strengen Voraussetzungen zuzulassen. Die Bewertung der Zulässigkeit einer Präimplantationsdiagnostik hat neben medizinischen auch psychologische, soziale und ethische Aspekte zu berücksichtigen. Keine Indikation für die PID sind Geschlechtsbestimmung ohne Krankheitsbezug, höheres Alter der Eltern sowie reproduktionsmedizinische Maßnahmen im Allgemeinen.

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letzte Änderung am 16.07.2015