Schutzniveau für betroffene Frau möglichst wenig absenken

Berlin,20.01.2015

Die Bundesärztekammer (BÄK) setzt sich dafür ein, dass das bisher erreichte gesundheitliche Schutzniveau für Frauen bei der Anwendung der "Pille danach" trotz der Entlassung des Präparates aus der Verschreibungspflicht möglichst wenig abgesenkt wird. Nicht selten handele es sich bei den betroffenen Frauen um Jugendliche, unterstrich die BÄK in ihrer Stellungnahme zu der entsprechenden Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung. Insbesondere müssten die Packungsbeilagen die Empfehlung enthalten, sich bei Fragen zur Indikation, Wirkung und Nebenwirkung sowie zur Sexualität und Kontrazeption ärztlich beraten zu lassen. Auch Apotheker müssten beim Verkauf des Medikaments auf diese Möglichkeit hinweisen.

Im Sinne des Gesundheitsschutzes empfiehlt die BÄK außerdem, die Auswirkungen der Neuregelung über einen Zeitraum von fünf Jahren zu evaluieren. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte solle die Bundesregierung über die Entwicklung der Zahl der verkauften Verpackungen, der ungewollten Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche sowie das Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen informieren.

Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Entwurf einer Fünfzehnten Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung vom 14.01.2015

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letzte Änderung am 22.01.2015